#www.duthel.info #bookstagram Rekonstruktion von Pompeji-Opfern: Der Reiche und sein Sklave

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Vor rund 2000 Jahren wurde die antike Stadt Pompeji unter Asche und Lava begraben. In einem Gewölbegang suchten damals zwei Männer Schutz, doch sie fanden den Tod. Jetzt sind Wissenschaftlern spektakuläre Nachbildungen der beiden gelungen.

Archäologen in Pompeji sind spektakuläre Nachbildungen von zwei Toten des Vesuv-Ausbruchs im Jahr 79 gelungen. Die Opfer waren bei Ausgrabungen 2017 nahe der süditalienischen Ruinenstadt entdeckt worden. Ihre verwesten Leichen hatten in der umgebenden Ascheschicht Hohlräume hinterlassen, die von den Wissenschaftlern mit Gips ausgefüllt wurden. Laut einer Mitteilung des italienischen Kulturministeriums in Rom überraschen die Gipsformen durch ihren Detailreichtum. So sind Einzelheiten zu Material und Schnitt der Bekleidung erkennbar und Rückschlüsse auf frühere Verletzungen der Verstorbenen möglich.

Der Rekonstruktion zufolge hatten die beiden Männer am Morgen des 25. Oktober 79 nach Christus vor dem Vulkanausbruch in einem Gewölbegang Schutz gesucht, wurden dort aber von einer tödlichen Hitzewelle überrascht. In der gleichen Gegend war 2017 ein Stall mit den Überresten von drei Pferden gefunden worden. Die Ausgrabungen an der Villa in Civita Giulina, rund 700 Meter nordwestlich von Pompeji, liefen schon länger.

Technik immer weiter verfeinert
Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass es sich bei den Opfern um einen reichen Mann und einen Sklaven handelt. Der ältere Mann – vermutlich zwischen 30 und 40 Jahren alt – sei aufwendiger gekleidet gewesen und habe eine Tunika und einen Wollmantel getragen. Anhand der Knochenuntersuchungen vermuten die Archäologen zudem, dass es sich bei dem anderen Opfer um einen jüngeren Mann im Alter von 18 bis 25 Jahren handelte, der wie ein Sklave arbeitete. Die Technik der Gipsabgüsse wird in Pompeji seit den Ausgrabungen Mitte des 19. Jahrhunderts angewandt, wurde aber im Lauf der Zeit verfeinert.

Pompeji war bei Ausbrüchen des Vesuvs vor knapp 2000 Jahren untergegangen. Asche, Schlamm und Lava begruben die Siedlungen. Im 18. Jahrhundert wurde die historische Stadt wiederentdeckt. Seitdem kommen immer wieder neue Erkenntnisse ans Licht. Die Ausgrabungsstätte gehört zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Italien.

Das Museumsgelände der antiken Römerstadt Pompeji ist zwar wegen der Corona-Pandemie zu – wie alle Museen Italiens. Aber die Forschungen gehen weiter.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk Kultur am 21. November 2020 um 16:00 Uhr.

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