#www.duthel.info #bookstagram 5 deutsche Modemarken, die Sie kennen müssen

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#www.duthel.info #bookstagram Anstatt erneut nach Japan, Paris oder Mailand zu schauen, stellen wir Ihnen heute fünf deutsche Modemarken aus heimischen Gefilden vor, die Gründlichkeit mit modischer Innovation vereinen. (Lesen Sie auch: Der Gipfel funktionalen Stils)

Deutsche Modemarken, die Sie unbedingt kennen sollten! AdidasMoment mal: hieß es nicht, wir schreiben über Modemarken – und nicht Sportmarken? Ganz richtig. Denn ohne Adidas hätten Lifestyle und Fashion vermutlich nicht den Platz in der Sportswear-Welt, die ihnen zustehen würden. (Außerdem: Adidas Sneaker – drei weiße Klassiker, die Sie diesen Frühling tragen sollten)

Die Marke von Adolf Dassler gibt es offiziell bereits seit 1949. Kurz nach dem Krieg waren die 3-Streifen eine der mächtigsten Sneakerbrands auf dieser Welt. Nachdem die deutsche Nationalmannschaft in den Schuhen Dasslers „das Wunder von Bern“ erlebte, wurden die Jogginganzüge dank prominenten Ambassadors wie Franz Beckenbauer zum weltweiten Kassenschlager „Made in Germany“. Durch ihre Koop mit Run DMC 1986 öffnete Adidas zudem Artists den Zugang zu Sportswear Marken und ebnete den Weg für die Kanye Wests, Rihannas und Travis Scotts dieser Welt. Aber auch woanders waren die drei Streifen Pioniere. (Lesen Sie auch: James Bond x Adidas: Dieser “ultraboost 20”-Sneaker feiert 007)

Bereits 2003 setzte Adidas auf die Ambitionen der High Fashion Welt und lancierte mit dem japanischen Urgestein Yohji Yamamoto das Sublabel Y-3. Kurze Zeit später folgten Kollaborationen mit dem exotischen und gleichzeitig genialen Jeremy Scott, der später für Moschino verpflichtet wurde. Kollaborationen mit Rick Owens und Raf Simons standen bereits in den Startlöchern, lange bevor man hierzulande deren Relevanz und internationale Tragweite deuten konnte. Das Unternehmen aus Herzogenaurach bleibt aber auch heute noch seiner Linie treu und wagt regelmäßig den Schritt auf den Laufsteg. Auch wenn Yeezy momentan das Powerhouse schlechthin zu sein scheint, so sind Kooperationen mit OAMC, Gosha Rubchinskiy, Alexander Wang, Fiorucci, Hyke oder 032c ein Beweis dafür, dass Adidas nah am Puls der Zeit und nicht zwangsweise auf Mainstream aus ist. Hier geht es zum Onlineshop von Adidas.

032cEF3340, auch bekannt als 032c, bezeichnet einen roten Farbton im Pantone Farbensystem.

Für alle, die keine Ausbildung als Grafiker oder Designer genossen hatten, ist 032c ein Modemagazin und eine Modemarke, das 2001 von Jörg Koch gegründet wurde. Der Name des Magazins entstand aus einer deutschen Tugend heraus. Jörg Koch dachte dabei an die Ulmer Hochschule für Gestaltung und Dieter Rams Schaffen für Braun, wo ebenfalls mit Produktcodes, anstelle von Namen gearbeitet wurde. „Es ist ein abstrakter Zahlencode, aber mit einer sehr spezifischen Bedeutung. Ein Grafikdesigner in Japan, oder ein Produktdesigner in Amerika, oder auch ich, wir alle wissen genau, auf welche Farbe Bezug genommen wird. Es ist ein sehr internationales System, das wir nutzen wollten. Wir wollten international sein und doch einen Bezug dazu haben, wo wir veröffentlicht werden.“ erklärt Jörg. (Auch lesenswert: Erfolgsgeschichte Stüssy – Warum das Label wohl nie an Relevanz verliert)

Die Transition vom Modemagazin hin zur eigenen Kleidungslinie hat Jörg seiner Ehefrau Maria, ihres Zeichens Designerin für Jil Sander und Beraterin für die Yeezy-Linie, sowie dem Stylisten, Model und Freund aller Fashionistas Marc Goehring zu verdanken. Ihre erste Kollektion 2016 wurde nahezu in Lichtgeschwindigkeit aus den Regalen gegriffen. Daraufhin folgten Kollaborationen mit Adidas, Stüssy, Alyx, Gosha Rubchinskiy oder Swarovski. 2018 hatte die Brand sogar eine eigene Runway Show auf der Pitti Uomo in Florenz, bei der das Ehepaar Koch ihre Interpretation der Workwear-Jacke präsentierte. 2020 kann man zurecht behaupten, dass 032c das modische Aushängeschild unserer Republik ist und ohne das Schaffen von Jörg, Maria und Marc, definitiv etwas in der Modebranche fehlen würde. Hier geht es zum Onlineshop von 032c.

A Kind of GuiseLiebe für Details und für die Heimat. So lässt sich das Schaffen der 2009 in München gegründeten Brand A Kind of Guise zusammenfassen. Der Name stammt aus dem Film „The Wanderers“, einem Gang-Movie aus dem Jahr 1979, der im New York der 60er Jahre spielt. „In dem Film fällt der Ausspruch ‚I’m a type of guy‘, was uns irgendwie gefallen hat. 

Dank einer englischsprachigen Freundin, die uns darauf hinwies, dass ‚guise‘ umgangssprachlich für ‚Kleidung‘ bzw. ‚Gewand‘ steht, ist das Wortspiel und somit auch unser Name entstanden.“, erklärt Gründer Yasar Ceviker. Anstatt den Anspruch zu haben, das Rad neu zu erfinden, konzentrieren sich die Münchener vorwiegend auf Materialien und deren Haptik. Daher wird die Materialrecherche bei AKOG sehr ernst und auch Reisen ins weite Ausland auf sich genommen, nur um den richtigen Tweed-Stoff zu entdecken. (Auch interessant: Run-DMC x Adidas: Diese Kollaboration verspricht so legendär zu werden wie die Hip-Hop-Ikonen selbst – mit allen Pieces unter 100 Euro)

Trotz ihres internationalen Anspruchs will die Marke jedoch weitestgehend lokal agieren. Die Kollektionen werden komplett in Deutschland gefertigt: während die Hemden und Jacken in Bayern genäht werden, kommt der Strick aus dem Hamburger Raum und Leder-Accessoires aus Offenbach. Bei ihrer Kollaboration mit Adidas wurde der „Made in Germany“-Aspekt natürlich ebenfalls umgesetzt und sowohl materialseitig als auch von der Verarbeitung dem Land der Dichter und Denker in die Hand gegeben. Aktuell begeistert uns vor allem das Gusto Shirt der Brand – eine Art Hybrid aus Kimono und Cardigan, aus komfortabelstem Cord gefertigt und in mehreren Farben im Shop der Brand erhältlich. Wer also kein Bock auf Gimmicks, aber dafür umso mehr Liebe für Details und Materialien hat, ist bei den Münchenern bestens aufgehoben. Hier finden Sie eine Auswahl an aktuellen A Kind of Guise Pieces bei Farfetch.

GmbHDen Preis für die kreativste Website geht an das Berliner Label GmbH. Wie der Name vermuten lässt, sieht die Startseite des Modelabels eher aus wie ein Auszug aus einer Akten-Kartei und weniger wie die Online-Präsenz eines der gefragtesten, deutschen Labels. Nichtsdestotrotz ist das, was Designer Serhat Isik und Fotograf Benjamin Alexander Huseby 2016 gestartet haben, genau das, was die verstaubte Modemetropole Berlin gebraucht hatte. (Auch interessant: Nachhaltige Jeans & Hosen: Die besten aktuellen Styles für Männer)

Das Label vermischt Clubkultur mit einem Workwear-Ansatz und schafft so eine einzigartige Symbiose beider Welten. Ungewöhnliche Silhouetten, edle und nachhaltige Materialien und ein Hauch Anarchie machen den Charme von GmbH aus. Vor allem was ihre Produktion betrifft, können sich die großen Modehäuser mehr als nur eine Scheibe von GmbH abschneiden. 90% ihrer Produktion besteht nämlich aus Materialien aus Mailand, die sonst von den großen Fabriken weggeschmissen worden wären. (Auch interessant: Laufschuhe kaufen: Mit diesen Experten-Tipps finden Sie das beste Paar)

Doch wer unseren Release Radar auf dem Schirm hat, weiß, dass GmbH nicht nur für gute Kleidung steht. Ihre Kollaborationen mit Asics schlagen in eine ähnliche Kerbe, die bereits Kiko Kostadinov mit den Japanern ebnete: progressive Sneaker, die vom Look irgendwo zwischen Retro-Runner und Club-Couture stattfinden. Vor allem der weiße Asics Gel-Kayano 5 360 war für viele Sneakerheads ein Beweggrund, neben dem Swoosh und den drei Streifen, auch mal der Marke aus Kobe eine Chance zu geben. Wir lieben GmbH, weil sie eine deutsche Brand sind, die mit einem Augenzwinkern ihre deutsche Heritage bedenken und keine Angst davor haben, Themen wie Nachhaltigkeit oder Kapitalismus offen und kritisch anzusprechen. Hier geht es zum Onlineshop von GmbH.

AcronymMichaela Sachenbacher und Errolson Hugh gründeten Acronym 1994 als Designbüro. Die beiden arbeiteten lange Zeit für die Snowboard Brand Burton. Ihr Auftrag war es Kleidung zu konzipieren, die funktional und robust ist. Es wurden Jacken entworfen, die auf der einen Seite federleicht sind und gleichzeitig weder Wasser noch Wand durchlassen. Anfang 2000 tauschten sich die beiden darüber aus, dass solche Ansprüche auch für den Alltag Verwendung finden sollten. 2008 gingen sie mit ihrer ersten, eigenen Kollektion unter ihrer neu gegründeten Brand Acronym an den Markt. Und revolutionierten so mal eben die komplette Fashion- und Techwear-Szene. (Außerdem: Nachhaltige Snowwear? 4 Gründe, warum Sie sich spätestens diesen Winter dafür entscheiden sollten)

Der Look von Acronym ist düster, kommt weitestgehend ohne Logos aus und ist wohl das innovativste deutsche Label der letzten 20 Jahre. Vor allem die Lookbook-Videos in denen Gründer Errolson Hugh, der nebenbei einen schwarzen Gürtel in Karate hat, die Jacken sehr eindrucksvoll vorführt, haben zum Hype der Marke beigetragen. Durch die Kollaborationen mit Nike hat das Label zusätzlich gezeigt, dass sie auch Schuhe designen können. Seitdem ist Acronym zwar kein „Geheimtipp“ mehr, jedoch ist das Schaffen der deutschen Techwear Brand inzwischen Vielerorts zu sehen.  (Lesen Sie auch: Der legendäre Gucci Loafer wird winterfest – und so sieht das Wintermodell aus)

So entwirft das Acronym-Team auch die Stone Island Shadow Project Linie, ACG von Nike und sogar einen eigenen Asus Laptop. Wer sich einen der technischen Jacken der Brand holen will, muss jedoch tief in die Taschen greifen. Preislich liegen die meisten Jacken der Brand bei 1.700 Euro, kommen dafür aber mit allerlei Specials wie einem Escape-Zipper, Gravity Pockets, oder Hangslides am Rücken. Für den Fall, dass Sie jetzt kein Wort verstanden haben: schauen Sie sich das Video hier oben an und entscheiden Sie selber, ob sie so etwas brauchen. Aus unserer Sicht sollte jeder Enthusiast technisch innovativer Mode zumindest eine Jacke der Brand besitzen. Hier geht es zum Onlineshop von Acronym.

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