Wie kann ein bedingungsloses Grundeinkommen finanziert werden?

Verschiedene Blickwinkel werden von Nele Pintelon und Robin Wehrle von der „Dimension Grundeinkommen” sowie Enno Schmidt vom „Kulturimpuls …

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11 thoughts on “Wie kann ein bedingungsloses Grundeinkommen finanziert werden?

  1. Ok ich erkläre jetz mal, warum es nicht funktionieren kann:
    Die MwSt steigt auf 60%: Dienstleistungen und Produkte werden auf einen Schlag 60% teurer, die Erhöhung findet sich in den Preisen.
    Jetzt ist es so, dass die Menschen sowohl Konsumenten als auch Produzenten sind: Ihr reales Einkommen bleibt ceteris paribus gleich, jedoch soll ihr Lohn jetzt sinken, da der Unternehmer sich fragt, ob sich nun ein neues Gleichgewicht einstellen wird mit einem tieferen Lohnsatz. Nehmen wir mal an, dass es ein neues Gleichgewicht gibt und lassen sticky wages, etc. ausser Acht: Die Einsatzmenge von Anzahl Arbeitern ist bei diesem tieferen Lohnsatz erheblich tiefer als bei dem ursrpünglichen Gleichgewicht. Das heisst nicht, dass die Menschen faul sind, es heisst nur, dass sie rechnen können.
    Um jetzt das BGE noch finanzieren zu können muss der Bundesrat den MwSt-Satz erhöhen, erneut geht die Einsatzmenge von Arbeitsstunden zurück, da die Löhne weiter sinken. Erneut muss der Bundesrat die MwSt erhöhen: ad infinitum.
    Das eigentliche Argument gegen das Grundeinkommen besteht also darin, dass ihr das Marktgleichgewicht so stört, dass die Anreize zum Arbeiten zurückgehen und es ein empirisches Faktum ist, dass wenn der Preis von etwas sinkt (Lohn), weniger davon angeboten wird. Da oft zudem die Entscheidung von "Arbeit oder keine" dazu kommt und 10-20% fast niemand arbeiten kann, wegen der hohen Fixkosten der Beschäftiungskosten für den Arbeitgeber, werden viele überhaupt mit der Arbeit aufhören und sich auf dem BGE einrichten, bzw. ausruhen.

  2. Ich soll 2500 CHF an den Staat abgegeben, wenn ich 4000 CHF verdiene? Dann bleiben mir noch gerade 1500 CHF für ein Monat oder 170 Stunden Arbeit. Das macht einen Stundenlohn von 8.80 CHF… Da wird kein Mensch Arbeiten gehen für diesen Lohn!

  3. Weil dann endlich wieder nach Leistung bezahlt werden würde, sonst würde keiner solche Tätigkeiten machen wollen. Dazu zählt auch Pfleger, Krankenschwester, Müllmann usw…., alles Berufe die endlich mal die Würde zurück bekommen würden, die sie verdienen. Oder mit welcher Leistung begründen Sie den Verdienst eines Bundestagsabgeordneten, der ja das 16 fache verdient zur Zeit, was manch Maler aufm Bau, der 8,00€ kriegt? So ein Verdienst ist mit keiner Leistung zu Rechtfertigen!

  4. …verdient er dadurch im nächsten Jahr mehr also muss er noch weiter Expandieren mehr Leute einstellen oder mehr Zahlen usw. Er tut es also nicht ohne Nutzen für ihn selbst.
    Quasi eine Umlaufgebühr oder anderst gesagt ein fliesendes Geld wird somit befördert und wieder in den Umlauf gebracht. Ganz wichtig hierbei ist das man Anlagen in die man investiert (Zinserträge etc.) nicht abgezogen wird vom Gewinn.

  5. Zusätzlich zur Konsumsteuer sollte man eine mögliche Vermögenssteuer einfügen, dadurch werden die Leute dazu bewogen ihr Geld auszugeben, vor allem die Reichen.
    Ein Beispiel:
    Ein Unternehmer macht 10 Mio Euro Gewinn im Monat, bei 20% Vermögenssteuer müsste er 2 Mio Steuer zahlen.
    Um clever zu Agieren müsste sich so ein Chef überlegen, wie er die Steuer umgehen oder reduzieren kann. Er wird Rohstoffe und Maschinen für sein Geschäft kaufen und zahlt so unbewusst 50% statt 20%, allerdings….

  6. …. die sich Stichprobenartig mal nen tag vor einen Laden stellen die Kunden zählen und abends die Kasse kontrollieren. Wenn 50 Leute rein gingen und bei der Abrechnung nur 20 stehen würde zumindest der Verdacht gerechtfertigt.
    Bei jedem Verdacht wird der Laden 2 Wochen dicht gemacht bei 3 Verdächtigungen verliert der Dienstleister seine Lizenz!
    Da werden die Leute schon keinen scheiß bauen und die Steuerberater sind auch sinnvoll aufgehoben.
    Gruß Mike

  7. Schwarzverkäufe halt ich für unrealistisch, da man ja auch beim Produktionsprozess Güter braucht die versteuert sind. Wenn diese Firma dann das Endprodukt ohne Steuer verkauft bleibt es ja selbst auf den Kosten sitzen und kann diese nicht an die Kunden weiter geben. So was macht ein produzierender Betrieb nicht lange ^^
    Bei der Dienstleistung wird's happig aber eine Möglichkeit wäre es die ganzen freigesetzten Steuerberater einzustellen (mit einem Grundlohn und einer Provision bei Erfolg) …..

  8. für meine verhältnisse zu viel blabla. ich sag mal so. es ist doch ganz einfach. gewisse arbeiten müssen gemacht und bezahlt werden. aber in einem system, in dem produkte -> werte erschaffen werden können ohne das ein mensch dafür arbeiten muss, kann ein mensch auch geld bekommen ohne dafür arbeiten zu müssen, soviel zu der finanzierung.. ist nur ein umdenken unserer gesellschaft. so nimmt man menschen die angst. dann können menschen die arbeit machen die wirklich wichtig ist und mehr geld nehmn

  9. Ja, das Konzept wie es auch Ralph Boes vorschlägt mit kleineren Beträgen anzufangen und dann aufzustocken, bis zur Existenzsicherung, finde ich überzeugend. Extrem wichtig dabei wieder zu betonen, dass natürlich Kindergeld, Stipendien etc. nicht weiter als das jeweilige Grundeinkommen gekürzt werden dürfen und dass das Grundeinkommen nachher nicht einfach wieder runtergekürtzt werden kann, wenn die andern Gelder mal ersetzt sind.

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