Streitthema GRUNDEINKOMMEN

Ganze Folge auf: https://massengeschmack.tv/clip/veto2 ——————————————————- Ronald Blaschke vom Netzwerk Grundeinkommen hält das …

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20 thoughts on “Streitthema GRUNDEINKOMMEN

  1. Also wenn für h das Grundeinkommne alles teurer wird, dann geben wir das Grundeinkommne einfach für die Teuerungen aus.
    Wo macht das Sinn?

    Ich würde, in der idealistischen Welt, Müll Frau werden 🙂

  2. Bedingungslose Grundeinkommen ist das Beste was einem passieren kann. Für Leute die hart arbeiten werden noch mal zusätzlich belohnt mit 1000 Euro. und für Leute nichts tun kriegen, nur die 1000 Euro.
    Bis jetzt werden nur leute bestraft die Arbeiten gehen haben genau so viel geld wie ein arbeitsloser der zu hause ist ist das fair ?

  3. Siehe M. Molli v. 16.05.18

    Sehr gutes u. info. Frage Antwort Gespräch
    mit D. Precht – Notwendigkeit + Finanzierung des BGE!
    Siehe auch "attac ag" Erklärvideo zum BGE!

  4. Man muss verstehen, dass das Mantra, dass Bezahlung von Leistung abhängig ist, in ein paar Jahren nicht mehr funktonieren wird, einfach aus dem Grund, dass dank Automation und anderer Faktoren gar nicht mehr genug Arbeit für alle da sein wird, sodass selbst der, der leisten will, dies mangels Arbeit nicht mehr kann. Man kann nur Leisten, wenn man die Möglichkeit dazu hat, und eben diese Möglichkeit wird immer mehr Menschen genommen werden.
    Und diejenigen Menschen, die sagen, dann würde ja keiner mehr arbeiten, aber die Frage, ob sie selber auch das Arbeiten aufhören würden, mit "ich natürlich nicht" beantworten, sollten sich mal selbst nach ihrem Menschenbild befragen. Man selbst wäre natürlich ein guter, fleissiger Deutscher, aber alle Anderen sind faul. Was für ein selbstgefälliges, krankes Menschenbild!

  5. Viele sagen das bge ist nicht finanzierbar. Ein Abeitgeber kann heute zu tage einen Arbeitslosen einstellen und bis zu 70% Lohnzuschuss vom Staat erhalten, und das bis zu 36 Monate. Die ganzen Jobcenter kosten Milliarden. Die Gerichte wegen Sanktionen und und und. Wie ist das finanzierbar???

  6. ^positive effekte des grundeinkommens ( warscheinlich ) leute können sich mit geringfügigen jobs was zuverdienen wenn sie wollen und müssen trotzdem nicht am hungertuch nagen …. keiner kann gegen seinen willen in einen solchen job gezwungen werden… alle währen zumindest damit grundverorgt rente und sozialsysthem könten so komplett überarbeitet werden dieser unsinnige generationenvertrag müsste nicht zwangs am leben gehalten werden ( ewiges wachstum funktioniert nicht deshalb kann das mit dem kapitalismus auch nix werden ) und kosten ? vernachlässigbar wenn man bedenkt was alleine an sozialsysthem arbeitsvermitlungs und co kosten wegfallen könte …

  7. Schon jetzt ist Deutschland das Paradies für Personen aus aller Welt, die meinen es sich hier gut gehen lassen zu können. Asyl beantragen, Sozialleistungen abstauben, schwarz arbeiten, Geld in die Heimat schicken… Man stelle sich vor JEDER der in Deutschland gemeldet ist bekäme eine Summe X als Grundeinkommen ohne wenn und aber. Ich meine von der hiesigen Regierung käme ja niemand auf die Idee irgendwelche Personengruppen zwangsläufig von dieser allgemeinen Leistung auszuschließen, das wäre ja unsozial und würde wieder ordentlich Geheule geben.

  8. Für Interessierte und Kritiker einfach mal die aktuellen Vorträge von Richard David Precht youtuben, vielleicht noch das Wort Zukunft dranhängen.
    Mit der Digitalisierung wird ein Grundeinkommen nicht nur möglich sondern auch nötig.

    Zum ersten Mal ist Sklaverei möglich ohne das jemand leiden muss. Dabei spreche ich von Robotern und künstliche Intelligenz. Spätestens wenn sich jedes Unternehmen ein Quantencomputer leisten kann ists vorbei mit dem heutigen Arbeitsmarkt.
    Entweder braucht es dann ein Grundeinkommen oder beispielsweise eine 20 oder 10 Stunden Woche aber bei gleichem Lohn.
    Wer glaubt dass das noch utopisch und Träumereien sind, dem fehlen einfach nur die Informationen.

    Wie ein Indianer im Wald der sich ein Wagen nicht vorstellen kann, der per drücken einer Pedale sich sehr schnell fortbewegt.
    Ihm fehlen einfach die Informationen dazu.

    Wär jetzt immernoch abwinkt… Naja, dafür gibts dann das Wörtchen Ignoranz.

  9. Zum Grundeinkommen hat ja jeder seine eigene Meinung, ich natürlich auch und man kann sich damit prima die Köpfe heiß reden, mich würde aber folgendes viel mehr interessieren:
    Wer von euch würde trotz Grundeinkommen generell weiterhin arbeiten gehen wollen?

  10. Wenn alle mehr Geld haben, wird auch alles entsprechend teuerer werden (sieht man im Skandinavien oder der Schweiz). Am Ende hat dadurch im Verhältnis keiner mehr Kaufkraft.

  11. Das BGE ist grundsätzlich eine gute Idee, aber die Gesellschaft gegenwärtig nicht bereit dafür, da insgesamt einfach zu ungebildet. In einer idealen Gesellschaft aus nur mündigen Bürgern wären die Argumente, die Blaschke bringt, auf jeden Fall zutreffend. Leider haben wir eine solche Gesellschaft nicht, da die meisten freiwillig in der Unmündigkeit verbleiben und eigene Verantwortung outsourcen. Es könnte alles sehr einfach sein, wenn sämtliche Menschen erkennten, dass sie alle im selben Boot sitzen und deswegen am selben Strang ziehen sollten. Aber solange Bildung bei den meisten den niedrigen Stellenwert hat, den sie zur Zeit hat, halte ich gesellschaftlichen Fortschritt für extrem erschwert.

  12. Also wenn ich schon die Wirtschaftspolitische Ankerheuristik das "Geld irgendwie finanziert werden muss" höre, sollte man thematisch zuerst einmal mit dem marx'schen Geldfetischismus auseinandersetzen. Geld besitzt keinen eigenen materiellen Wert! Geld ist eine funktionale Ware und der "Tauschwert im Geld" erhält erst durch den "Warentausch gegen Geld" seine kapitale Existenzweise. Zum Beispiel ist der seit Jahren ansteigende "ungeplante" Haushaltsbilanzüberschuss nichts anderes als verstaatlichtes Scheinkapital welches dem Wirtschaftskreislauf als Geldumlaufkapital (gesamtwirtschaftlicher Finanzierungssaldo) tendenziös entzogen ist und somit für Niemanden irgendeinen funktionalen Wert darstellt. Wer glaubt dass die Politik diesen Haushaltsbilanzüberschuss im gleichen Maße wieder re-investiert, hat in der Sache nicht verstanden, warum das politikökonomische System mal wieder zum Staatskapitalismus drängt.
    https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Fiskalpolitik&oldid=167742730

    Das sich gerade die deutsche Politik diesbezüglich ändern wird, ist eine reine Utopie. Die Politk ist davon überzeugt, dass der Staat als Eigentümer seinern eigenen "Währungs- und Notenbank" (siehe Art.88 GG – Deutsche Bundesbank) Staatsschulden – im Sinne von verschuldet sein – haben kann und glaubt das bei Staatsausgaben – also re-investitionen in den eigenen Wirtschaftskreislauf welche daraus zuvor als Steuerkapital abgeschöpft wurden – tatsächlich Geld zu verkonsumieren bzw. wirklich auszugeben. Da fehlt es an einem Grundlegenden Realitätsbezug, das staatliche Geldschulden (Defizit) die eine Seite und staatliches Geldvermögen (Bilanz) die andere Seite der selben Medaille (Wirtschaftskreislauf) sind.

    Das hat einen Kulturpolitischen hintergrund. Semantisch tief verankert ist der Schuldbegriff durch das "mea culpa" des katholischen Schuldbekenntnisses, das dogmengeschichtlich auf die Erbsünde verweist. Schuld und Sünde liegen von daher sehr nahe beieinander. Die deutsche Variante des Merkantilismus wird als Kameralismus bezeichnet. Der Name leitet sich von dem lateinischen Wort camera (Schatzkammer) ab. Da die Situation der Staatsfinanzen der deutschen Fürstentümer nach dem Dreißigjährigen Krieg ganz besonders angespannt war, hatte die Finanz- und Steuerpolitik einen besonderen Stellenwert. Auf genau diesen Kulturpolitischen Entwicklungsstand ist die deutsche Politik in der Lernerfahrung hängen geblieben.

    Bei dem aktuell hohen Beschäftigungsstand, der überwiegende Anteil davon im Dienstleistungsgewerbe (Personaldienstleister/Werksverträge) und den ansteigenden Privatinvestitionen, handelt es sich um den selben Wirtschaftsfaktor des Niedriglohnsektor bzw. der Leih-/Zeitarbeit. Leiharbeiter erzeugen bei der ANÜ mit ihrer Arbeitsleistung auch kein Arbeitszeitvolumen, sondern sind aus Unternehmersicht bestandteil der Sachkapitalausstattung. Als Sachkapital (oder Realkapital; englisch physical capital) versteht man in der Volkswirtschaftslehre, Investitionsgüter soweit sie der Produktion und nicht dem Konsum dienen. Leiharbeiter sind wirtschaftlich gesehen Sachkapital und laut meiner letzten Lohnsteuerbescheinigung aus 2013, wurde von meinem Bruttoarbeitslohn inkl. Sachbezüge 15,449,53€ eine Lohnsteuer von 650,06€ (RV:1,459,99€; KV:1,266,86€; PV:196,98€; AV:231,75€) einbehalten. Dieses Arbeitsaufkommen im Niedriglohnsektor kumuliert wohl eher nicht einen exponentiell ansteigenden Haushaltsbilanzüberschuss und wenn doch, ist das Volkswirtschaftlich betrachtet um so schlimmer. Denn laut der Unterkonsumtheorie kann ein Land mit großen Exportüberschüssen volkswirtschaftlich auch eine hohe Überakkumulation/Unterkonsumption aufweisen.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Unterkonsumtionstheorie

    ”Die Wirtschaftsliberale vielleicht wichtigste Einsicht ist, dass der Kapitalismus nur als Fordismus funktionieren kann. Er benötigt wachsende Massenkaufkraft, um eine, seiner steigenden Produktivität entsprechende, Nachfrage zu schaffen. Dazu müssen die Löhne mit der Produktivität wachsen. Da der Kapitalismus nur überleben kann, wenn er von einer starken Arbeiterklasse zur Abgabe von Massenkaufkraft gezwungen ist, hängen sowohl seine Entstehung wie auch sein Fortbestand von den entsprechenden gesellschaftlichen Kräfteverhältnissen ab. Daher gibt es auch keinen automatischen Übergang zum Kapitalismus, nur weil der Produktivitätsfortschritt (zunächst in der Landwirtschaft, später in der Industrie) ein gesellschaftliches Mehrprodukt ermöglicht. Dieses kann nämlich auch von einer Elite angeeignet werden, die es ausgibt für Luxus, einen starken Staat, der sie beschützt, und für die Patronage ihr auch deshalb treuer Klientelgruppen. Auch die Modernisierungsversuche der Staatsklassen, die in vielen Ländern der Dritten Welt nach der Unabhängigkeit an die Macht kamen, scheitern meist daran, dass der Tugendkreis von Massenkaufkraft, Profitwachstum und Aufbau eines Investitionsgütersektors nicht in Gang kommt. Der globalisierte Kapitalismus ist für Elsenhans durch ähnliche Mechanismen vom Niedergang bedroht. Die Kapitalisten können dank der weltweiten Lohnkonkurrenz verhindern,dass die Arbeitnehmer voll am Produktivitätsfortschritt partizipieren. Die Nachfrageausfälle führen zu Arbeitslosigkeit, die die gesellschaftliche Macht weiter zugunsten der Unternehmer verschiebt. Es droht eine Dauerkrise der Unterkonsumption und Wachstumsschwäche.„–Michael Dauderstädt

    Deswegen wird in Zukunft wohl kein weg einem forderungsökonomisch bedingungslosen Grundeinkommen zum aufrechterhalten einer stabilen Binnen(Konsum)nachfrage vorbei führen, selbst wenn es sich dabei nur um das Sicherstellen einer konjunkturellen Stagnation (z.b. wie in den letzten 10 Jahren in Deutschland) in der Bruttoinlandwirtschaft handelt. Dazu hier noch ein aktueller Vortrag bzgl. der Ursache und Wirkung, was in der Europäischen Währungsunion eigentlich falsch läuft, von Prof. Dr. Heiner Flassbeck:
    https://youtu.be/9bDWhBCi_AY

    „Wenn nämlich jemals eine Theorie die Zeichen der Zeit richtig zu deuten wußte und einer ihren Erkenntnissen gemäßen Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik neue Impulse gab, dann waren es die Gedanken der Männer, die heute als Neo- oder Ordoliberale gelten. Sie haben der Wirtschaftspolitik immer mehr gesellschaftspolitische Akzente verliehen und sie aus der Isolierung eines mechanistisch-rechenhaften Denkens gelöst.“ -Ludwig Erhard

    mfg

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