Ronald Blaschke: Bedingungsloses Grundeinkommen am 31.05.2017 in Leipzig

Der diplomierte Pädagoge & Soziologe Blaschke vom “Netzwerk Grundeinkommen” erklärt im Bürgerbüro des sächsischen MdL Franz Sodann (Die Linke) das …

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5 thoughts on “Ronald Blaschke: Bedingungsloses Grundeinkommen am 31.05.2017 in Leipzig

  1. Herr Blaschke sollte die Finanzierungsbeispiele mal etwas ausführlicher darstellen, denn da wirds heiß!!!! Sowas wird ganz schnell immer lapidar übergangen! Also wenn jeder Erwachsene 1100€ erhält + Kinder 50% dann komme ich auf über 1 Billion und nicht auf 480 Mrd. Auch die nächsten Angaben sollten mal ausführlich dargestellt werden, ob das plausibel ist. Bei Energieabgabe komme ich auf 15 Mrd pro Jahr Mehreinnahmen pro Jahr und nicht auf 95 Mrd. bei 600 TWh pro Jahr in Deutschland?? Wenn alles so sauber durchgerechnet ist dann gute Nacht mit dem BGE!!

  2. Hallo, zuerst einmal finde ich den an die Wand geworfenen Satz: "Ein Leben in Würde ist nur mit der bedingungslosen Absicherung der grundlegenden materiellen Existenz und gesellschaftlichen Teilhaber möglich." im Kontext zum "Bedingungslosen Grundeinkommen" eher unsinnig, denn es würden nämlich auch die Bürger ein bedingungsloses Grundeinkommen erhalten, die schon heute ein Leben in Würde – wie man das auch immer definieren würde – oder sollte ich sagen in Prunk und Gloria führen.

    Schon aus diesem Gründen halte ich den Terminus "Bedingungslos" für nonsens, denn dieser Terminus wird dazu führen, dass ALLE die in Deutschland leben UND ALLE die nach der Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens Deutschland erreichen DIESEN auch erhalten müssten. Wie viele, nur erst einmal von den Anrainerstaaten, glaubt Ihr würden nach Deutschland kommen um auch DIESES BEDINGUNGSLOSE Grundeinkommen zu bekommen? Der Terminus „Bedingungslos“ und „für alle“ wird der Totengräber dieser Idee UND der Finanzierung DIESER Idee werden, garantiert, weil unbezahlbar!

    Aber um zurück auf die Fragen zu kommen, nämlich wie viel um EINIGERMAßEN gut Leben zu können: 1.200€, allerdings habe ich Familie, die ja dann das Selbe erhalten würden. Würde ich alleine Leben, würde ich dafür 1.400€ für „einigermaßen“ benötigen, also nicht „gerade so“ und auch nicht gut oder sehr gut. Ich denke bei der Überlegung einer solchen Summe aber auch auf die Gesamtgesellschaft, die dieses Grundeinkommen MIT finanzieren muss.

    Und dann noch MEINE Antwort auf die Frage, was sich für mich ändern würde, wenn ich diese Summe zur freien Verfügung hätte: Ich würde nur noch Teilzeit und einen Vollzeitjob mit jemanden anderen teilen, der dann auch neben SEINEM Grundeinkommen ein sozialversicherungspflichtiges Einkommen hätte.

    Ich bin selber gerade dabei unseren, ein Freund und ich, Vorschlag eines Grundeinkommens über ein Video, mehr hören als sehen, zu erstellen. Allerdings nennen wir es MINDESTEINKOMMEN. Ein weitere GRAVIERENDER Unterschied liegt bei UNSEREM Favoriten MINDESTEINKOMMEN liegt darin, das UNSER Mindesteinkommen weder BEDINGUNGSLOS noch FÜR ALLE zu haben sein wird. Denn DAS würde einerseits den Grundgedanken, nämlich die ARMUT in Deutschland zu beseitigen, einfach nur zuwider laufen und andererseits VÖLLIG UNBEZAHLBAR und die Idee und das Umsetzen eines solchen Weges für 10 – 15 Millionen Menschen in Deutschland, nämlich den wirklich bedürftigen Erwerbslosen, den Armen, den von Armut bedrohten, den Alten, den Behinderten und den Schwachen sowie den Kindern, begraben.

    Es soll nicht für die Ackermanns und Piechs in Deutschland sein, die die Finanzierungskosten nur unnötig in die Höhe treiben – und damit auch ein Stück weit Finanzierungsglaubwürdigkeit kosten – und die MINDESTSUMME aus Finanzierungsgründen reduziert, die ausgezahlt werden müsste, um eine GERECHTE Teilhabe am soziokulturellen und gesellschaftlichen Leben zu gewährleisten. Zudem, wie man ja an Eurem Beitrag sehr schön sehen kann, macht das BEDINGUNGSLOS und FÜR alle die ganze Geschichte noch KOMPLIZIERTER als sie ohnehin schon ist. Mal einen kurzen Gedanken dahingehend machen 😉

    Wer die Idee, die ARMUT in Deutschland auszumerzen, begraben will, kann gerne weiter von „bedingungslos“ und „für alle“ schwadronieren. Sie werden aber als Utopisten und als Unglaubwürdige in die Wüste geschickt. Und was ist mit soetwas gewonnen? Eben, nichts. Nur mal kurz darüber nachdenken und überlegen wie das „Bedienungslose Grundeinkommen für alle finanziert werden soll, wenn sich plötzlich ZUSÄTZLICH zu der ganzen bereits bestehender Armut in Deutschland, noch die Industrie 4.0 bzw. die digitale Revolution durchschlägt und in etwa 20 Jahren WEITERE 5, 10 oder 15 Mio. Erwerbslose hinzukommen UND ZUDEM dann noch etwa 20, 30 oder 40 Mio. weitere Neubürger in Deutschland ankommen die das auch haben wollen, weil ist ja bedingungslos, nämlich angezogen von EUREM BEDINGUNGSLOSEN GRUNDEINKOMMEN FÜR ALLE.

    Ich würde mich wirklich freuen wenn soetwas SO finanzierbar wäre aber bisher konnte mir noch NIEMAND GLAUBHAFT erklären wie dann jährlich 1,5 – 2 BILLIONEN EURO aufzuwenden wäre.

    UNSERE Idee des Mindesteinkommens ist nicht nur dafür geeignet die Armut in Deutschland zu beenden, UNSERE Idee des Mindesteinkommens ist auch finanzierbar, ohne Steuererhöhung, ohne Unternehmen oder Bürger, egal welcher Einkommensklasse, höher zu belasten und auch unbürokratisch was ich in unserem Video u.v.v.a. auch genauer erklären werde. Ist aber, wie gesagt, weder bedingungslos noch für alle, sondern NUR FÜR BEDÜRFTIGE. Wenn Ihr Lust habt, das Video soll bis Sonntag fertig sein, Ihr seit eingeladen zu lauschen und zu stauen 😉

     Wir brauchen ein Grundeinkommen den die Bürger verstehen und nichts was die Bürger erst verstehen wenn sie Volkswirtschaftsstudium hinter sich gebracht haben, Stichwort negative Einkommenssteuer. Geht mal SO auf die Straße und versucht den Bürgern mal DIESES Modell zu erklären, insbesondere so ab die 33. Minute, die gehen nach ein paar Minuten weiter weil sie es nicht verstehen. Und was ist dann damit gewonnen? Richtig, wieder nichts 😉

    Ich könnte JEDEM unser Mindesteinkommen UND die Finanzierung in 10 oder 15 Minuten erklären, sodass sie das auch verstehen, Ihr auch? Seht Ihr und das ist das Hauptproblem fast aller Grundeinkommensbefürworter 😉

    Ich wünsche Euch maximalen Erfolg!

  3. Blaschke, der DDR-Ewiggestrige:
    Hier spricht er sozusagen als ehemaliger DDR-Bürger vor ehemaligen DDR-Bürgern in Leipzig.
    Es ist schade, dass die Lehren der Wende nicht mit berücksichtigt werden, und noch immer so getan wird, als wäre die DDR gar nicht so schlimm gewesen.
    Klar, einem kleinen Teil der Bürger ging es unter der Honecker-Herrschaft tatsächlich besser als heute in Hartz IV. Diese Bürger träumen natürlich der DDR und dem süssen Nichtstun hinterher. Alle anderen sind sehr froh, dass die Wiedervereinigung kam, und die Staatsdiktatur zurückgedrängt wurde.
    BGE ist 100% Staatsdiktatur, es heisst nur anders, da es nicht mehr so chic ist, den Staatssozialismus zu fordern. Leider geht es nicht und wir müssen für unseren Lebensunterhalt selber aufkommen.

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