Richard David Precht: "Digitalisierung geht nur mit bedingungslosem Grundeinkommen!"

Philip Banse spricht mit Richard David Precht über das Verhältnis von Arbeit und Digitalisierung und wie eine zukunftsorientierte Arbeitswelt aussehen muss, …

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37 thoughts on “Richard David Precht: "Digitalisierung geht nur mit bedingungslosem Grundeinkommen!"

  1. Ich fand Facebook schon immer scheiße…aber jedes Forum, FSL STUDI LOKALISTEN…alles tot…man wird gezwungen bei dem Saftladen zu bleiben damit man kontakt zu bekannten behält

  2. Seit eh und
    je wird der Kapitalismus mit wohlmeinenden Verbesserungsvorschlägen
    bedacht. Idealisten der Marktwirtschaft erscheinen die modernen Formen
    der Armut, die der Kapitalismus bei sich beherbergt, eingedenk der
    beeindruckenden Reichtümer und Produktivkräfte moderner Gesellschaften
    als überkommen und eigentlich überflüssig und sie vermuten,
    dass die aufgeklärte Menschheit das Zeug dazu hätte, es zu allerlei
    Wahrem, Schönem, Gutem zu bringen, wenn man sie nur aus ihren
    elementarsten Existenzsorgen und -nöten entlassen würde. Während sie
    regelmäßig und gerne Rezepte ersinnen, wie der Kapitalismus ohne allzu
    große umstürzlerische Kraftanstrengungen mit ein wenig Umfairteilung
    hier und da von seinen schlechten Seiten bereinigt werden könnte,
    verweisen ihre Kontrahenten aus Presse, Politik und Wirtschaft mit ihrem
    ‚Realismus‘ darauf, dass sich derlei Vorstellungen an der harten,
    marktwirtschaftlichen Wirklichkeit immerzu die Zähne ausbeißen.

    Interessant also, wenn seit einer Weile der Vorschlag für ein bedingungsloses Grundeinkommen, „der sonst nur als Idee von Sozialromantikern abgetan wird“ , von waschechten Managern, Konzernvorständen und weiteren ökonomischen Entscheidungsträgern, „die sich keineswegs als Sozialromantiker verstehen, sondern als Anhänger der Marktwirtschaft“,
    aus der Sphäre des verträumten Philanthropismus hervorgekramt und als
    Antwort auf die ‚Probleme‘ der ‚Arbeitswelt 4.0‘ ins Spiel gebracht
    wird. Der Therapievorschlag verrät nämlich einiges darüber, womit die,
    die es schließlich wissen müssen, für die ‚Zukunft der Arbeit‘ ganz fest
    rechnen.

  3. Es gibt keinen Grund gegen das BGE, denn es würde allen Sozialschichten überwiegend Vorteile bieten: Hartz-IV-Empfänger müssten nicht mehr unter dem Druck vom Arbeitsamt leiden, Arme müssten keine Existenzängste mehr haben, da ihr Leben nicht mehr von ihrer Arbeit abhängen würde und für die Mittel- und Oberschicht wäre das BGE einfach nur ein netter Nebeneffekt. Es gibt noch so viele weitere Gründe dafür, z. B. dass man Knochenarbeiten dann endlich anständig bezahlen müsste. Auch da in Zukunft immer mehr Arbeiten, die keine menschlichen Qualitäten erfordern, von Maschinen übernommen werden werden, ist das BGE unvermeidbar, damit es keine Massenarbeitslosigkeit gibt.

  4. bedingungsloses grundeinkommen wird nicht klappen———eine hälfte der bevölkerung würde mit klar kommen und sich beschäftigen können——die andere hälfte würde abschmieren,mit problemen wie sie in stadtviertel vor kommt,wo die meisten menschen von sozial leistungen leben——ein grundeinkommen an bedingungen genüpft das ja—–nun es gibt da sogar vorbilder wie es sogar klappen könnte—schon mehrere hundert jahre und mit wachsenden erfolg—–mir ist bewußt das man das nicht 1 zu 1 auf deutschland übertragen kann,aber es geht ja auch ums grundprinziep——die kommune als firma verstehen so wie bei der hutterischen ökonomie

  5. Beteiligt die Menschen am Produktivvermögen. Es gibt Instrumente dafür. Aktien zum Beispiel. Wieso muss Einkommen immer aus eigener Arbeit kommen ? Es ist doch völlig egal, wer die Dividende erwirtschaftet, ob der Roboter oder ein Arbeiter. Wichtig ist, dass die Früchte der Produktivität an die Bevölkerung verteilt werden. Mit genug Kapital leben bestimmte Menschen schon heute so.

  6. Ich stimme Hern Precht in allen Punkten zu, außer in dem, dass eine Maschienensteuer nicht funktionieren würde. Denn eine Maschienensteuer ist meiner Meinung nach die einzige Möglichkeit auf lange Sicht ein BGE zu finanzieren. Aber nicht nur eine Maschienen steuer die zB. Robo-taxis pro kilometer besteuert sondern auch eine digitale Steuer, die einen kleinen Teil jeder online-Werbeanzeigen auf google oder Facebook oder einen kleinen Teil jedes Amazon Kaufes besteuert. Wir werden eine allgemeine Steuer auf alle Roboter bzw. KI Programme brauchen, die Arbeitsplätze ersetzen. Denn wenn irgendwann (und ich rede hier von 50-100 Jahren in der Zukunft) 80-90% der Menschen nicht mehr arbeiten, da Maschinen einfach besser und effizienter arbeiten als wir, kann auch eine Transaktionssteuer nicht mehr funktionieren, da einfach kaum noch jemand Geld hat, das man besteuern könnte. Es sei denn die Transaktionssteuer die Herr Precht sich vorstellt beinhaltet schon eine Steuer auf Gewinne der Digitalen Megakonzerne.

    Ich denke dass wir, wenn wir uns nicht vorher selber vernichten, auf eine Zeit zusteuern, in der Arbeit optional ist und alle Grundbedürfnisse der Menschen im großen und ganzen von Robotern erwirtschaftet werden. Wie zB. Essen, Kleidung, Rohstoffe etc.. Wenn wir diese Roboter dann noch mit erneuerbaren Energien antreiben, könnt das wahrlich goldene Zeitalter der Menschheit eingeläutet werden. Ist vllt nicht realistisch aber eine angenehme Vorstellung. In so einer Welt wäre der Kapitalismus bzw. Geld allgemein eigentlich unlogisch. Denn was ist Geld anderes als die Übersetzung von Menschlicher Lebenszeit und Energie in Kaufkraft. Wenn aber keine Menschlichen Energien mehr benötigt werden um zB. Nahrung herzustellen dann ergibt das Konzept von Geld kaum noch einen Sinn.

  7. Ich kann den Herrn Precht nicht ernstnehmen. Der ist doch viel zu sehr davon überzeugt das er die einzige Wahrheit hat. Mit anderen Worten – er ist total eingebildet. Vom bedingungslosen Grundeinkommen halte ich auch nichts. Vertreter des Grundeinkommens werden sich noch wundern, wenn es in 20 Jahren immer noch keinen apokalyptischen Job – Schwund durch die neuen Technologien gegeben hat.

  8. Industrie 4.0 , fast komplett autonom, was für ein Gesülze und Finger weg vom Internet, egal wer…..Regierungen und Firmen funktionieren nach dem selben Prinzip, dem Vertragsrecht….hier mal weiter informieren….

  9. Die Digitalisierung wird am Ende von den Menschen mitgetragen oder nicht. Wer sich natürlich per Handy + Smart- Watch verkabelt (Körper- Werte, Pulsmesser usw), jede Kleinigkeit im Facebook/ auf Instagram postet, jeden Mist mit dem Handy zahlt, alles online bestellt, der muss am Ende nicht jammern! Der Herr Precht muss – meine Meinung – aufpassen, dass er nicht der "Prophet für alles" sein will. Ich schätze, dass er mit mindestens 50% seiner Thesen falsch liegen wird. Eher 2/3, und das restliche Drittel kann man sich selbst denken. Aber "Prophet für alles" ist vermutlich sein Geschäftsmodell, verbunden mit größtmöglicher Medienpräsenz.

  10. Häufig wird die Frage gestellt, worin unterscheidet sich ein bedingungsloses von einem emanzipatorischen Grundeinkommen und brauchen wir eine solche Trennung in der Definition.

    Werner Rätz von der Arbeitsgruppe Genug für Alle, Attac Deutschland, hat versucht auf der Arbeitstagung „Digitalisierung? Grundeinkommen!“ am 25. – 26. Mai 2018 in Frankfurt man Main eine Antwort zu geben. Und hob noch einmal die Frage hervor, warum diese Arbeitstagung notwendig geworden ist. Was bedeutet es für uns, wenn (Silikon)-Manager sich für ein Grundeinkommen aussprechen? Rätz benennt zwei Gründe:
    a) Durch ein Grundeinkommen lässt sich der Konsum (der Kauf von Gütern) sicherstellen, auch dann, wenn das Einkommen aus der Produktivität durch die Digitalisierung alleine nicht mehr in Zukunft ausreichen wird.
    b) Dort wo Menschen zukünftig noch in der Produktion tätig sein müssen, sollen diese Erwerbsarbeiter möglichst billig, isoliert und ungeschützt ihre Arbeit verrichten. Stichwort: Billige Arbeit zur Profitmaximierung.

    Dieser Fehlentwicklung in der zukünftigen Arbeitswelt soll das emanzipatorische Grundeinkommen entgegenwirken. Es ermöglicht jeden nein zu sagen zu Zumutungen, die man sich nicht freiwillig unterordnen möchte. (Emanzipatorisch, lat. = Entlassung aus der väterlichen Gewalt).
    MERKE: Es ist nicht die Höhe des Geldbetrages eines Grundeinkommens wichtig, sondern die Höhe der Freiheitsmöglichkeiten, die das System um ein Grundeinkommen ermöglicht, so Rätz. Ferner müssen die Ebenen (Rahmenbedingungen eines Grundeinkommens) so angelegt werden, dass es ein gemeinsames Gestalten einer Gesellschaft und nicht das gemeinsame Konsumieren fördert. Als Beispiel benennt er die Schnittpunkte von Digitalisierung und gesellschaftlicher Infrastruktur.
    FAZIT: Ein emanzipatorisches Grundeinkommen beinhaltet und benennt gleichzeitig die Rahmenbedingungen, die eine neue, moderne Gesellschaft erst ermöglicht und geht damit über die vier geforderten Kriterien eines bedingungslosen Grundeinkommens hinaus: individuell garantiert, ohne Bedürftigkeitsprüfung, ohne Zwang zur Arbeit und Gegenleistung, existenz- und teilhabesichernd.https://youtu.be/Hr5OxC3m6go

  11. die Eingliederungs Vereinbarung von der Arbeitagentur ist auch verfassungswidrig und wird von der Politik mehr als nur geduldet…. Die Verfassung hat doch im Turbo Kapitalismus weniger wert als Markt Potenziale… ist leider so.

  12. Also ich wäre auch happy, wenn der Staat Deutschland mehr dieser Privaten Ausbildungsstätten und Akademien finanzieren würde. In meinem Fall war ich zB nach einem durchschnittlichen Werdegang nach der Oberschule auf nach einiger Orientierung auf einer Designschule, welche aber einfach mal 400€ im Monat kostete. An sich, kosten ja Staatliche Schulen auch eine Menge. Doch ich war total auf meine Eltern angewiese, diese haben sich dann im 2. Jahr auf der Designschule geschieden, was dazu fürte das ich dann (als Vertragspartner mit elterlicher Bürgschafft) Rechnungen von über tausend Euro erhielt und die Schule vor Abschluss verlassen musste. Das hat mich total aus meiner Lebensplanung geworfen, vorallem weil ich keinen Bildungsgutschein bekam, war ich total lange inaktiv und resigniert, bis ich dann irgendwann angefangen habe mich im Selbststudium weiterzubilden. Mit der Hilfe von Plattformen wie Udemy, geht das auch irgendwie, dennoch kann man darüber auch keinen IHK Abschluss gewinnen und allenfalls sog. Zertifikate für den Abschluss der Kurse erhalten. Das Abitur erlaubt mir zb das Amt auch nicht zu machen. Ich soll von den Regeln her eine Arbeit finden (Dreksarbeit) oder eine Berufsausbildung machen. Das nervt, wenn man wie ich mit 3D und Gameengines arbeitet für 3D simuationen etc. da ich mir die Technik auch nicht mehr leisten kann, musste ich jetzt auf Programmieren umsatteln. So kostet es das Amt auf jeden Fall eine ganze Stange mehr Geld, als wenn mir einfach dieser Bildungsgutschein ausgestellt worden wäre.

  13. Gut gut gut, dass Herr Precht ein bisschen Redezeit bekommen hat. Schade, dass ihm jemand gegenüber saß, der nach und nach, mehr und mehr die Lust verlor.

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