Postwachstum und Grundeinkommen – Teil I: Niko Paech…

über die Vereinbarkeit von Postwachstumsökonomie und Bedingungslosem Grundeinkommen. Ausschnitt der Abschlussveranstaltung der Hamburger …

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4 thoughts on “Postwachstum und Grundeinkommen – Teil I: Niko Paech…

  1. es tut mir leid das zu sagen Herr Paech, aber auf Moral zu appellieren in einem System dessen gesamte Mechanismen genau auf das Gegenteil abzielen ist ehrenhaft aber erfolglos. Es kann nur eine nachhaltige Gesellschaft enstehen, wenn ein nachhaltiges Wirtschaftssystem durchgesetzt wurde.

  2. Ich feiere Niko Paech eigentlich schon ziemlich. Aber was das bedingungs*lose* Grundeinkommen angeht hat er immer noch ein wenig die Scheuklappen auf, da ist er scheinbar zu wenig Philosoph und zu sehr bedacht auf die diversen Grenzen, auf die er immer wieder eingeht und die Leistung, die wir dafür erbringen müssen usw. Wie gesagt, ich finde das alles nicht nur nachvollziehbar sonder sogar ziemlich ausgereift. Das BGE würde in sein Konzept meiner Meinung nach trotzdem wunderbar reinpassen.

    Was man aber überlegen könnte: wenn ein großer Teil der Menschen in einem Postwachstumssystem a la Paech leben würde, müsste die Höhe nicht mehr so sein, dass man davon in unserer heutigen Konsumgesellschaft leben kann. Und denkt man sein System zu Ende, so ist der Ernstfall, also ein Mensch, der aus finanziellen Gründen nicht lebensfähig ist, eigentlich gar nicht mehr denkbar und ein BGE tatsächlich überflüssig. Vielleicht meint er das, obwohl sein schwadronieren vom bedingungs*vollen* Grundeinkommen dann keinen Sinn ergibt.

    Letzte Utopie (denn darum ging's ja bei der Veranstaltung scheinbar): eine Welt ohne Geld. Die logische Fortsetzung des BGE, in meinen Augen. Wer widerspricht mir? Bin gespannt.

  3. Hatten wir alles schon gehabt, die 35 Stundenwoche. Keine Nachtschicht in Berufen, die nicht System relevant sind. Nutzung und Gebrauch von Gegenständen ohne Bezahlung gegen ein geringes Endgeld. Reparatur von Endgeräten etc.

    Zu DDR Zeiten gab es auch noch die gegenseitige Hilfe zur Selbsthilfe und Nachbarschaftshilfe. Heute brauchen wir ein BGE. Wir haben bereits eine Unabhängigkeit geschaffen, die es jedem ermöglicht selbstbestimmt zu leben.

    Fazit wir leben im Heute und müssen die Dinge anpassen, das wir auch morgen noch vernünftig leben können. Was wir keinesfalls brauchen, ist Mangelwirtschaft und Reduzierung.

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