NWX18 – Götz W. Werner – Die Treppe muss von oben gefegt werden

Für seine betont antiautoritäre Unternehmensführung, die Schaffung zahlreicher Arbeits- und Ausbildungsplätze und sein soziales Engagement wurde Götz W.

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23 thoughts on “NWX18 – Götz W. Werner – Die Treppe muss von oben gefegt werden

  1. Die Herren Werner, Paul Kirchhof (2005), Herbert Gruhl (1975) : man hörte sie an, viele stimmten ihnen zu und dann lebte man weiter, als habe es ihre Mitteilungen und "Visionen" nie gegeben.

  2. In den letzten zwölf Jahren ist die gesamtwirtschaftliche Arbeitsproduktivität nur noch auf das 1,08 fache gesteigert worden. Warum sollte es in Zukunft schneller gehen?

  3. Von solchen Leuten hat Deutschland zu wenig. Der würde nicht in Ehrfurcht verfallen, wenn eine psychisch Kranke einen Vortrag hält, ein Haufen Stuss labert und sinnlose Forderungen stellt, wie es einige Topmanager einer Topmarke schon getan haben.

  4. Weiß jemand, an welcher Stelle Herr Werner folgendes Zitat anbringt: „Das Leben teilt sich nicht in Arbeits- und Freizeit. Es ist alles Lebenszeit!"?

    Vielen Dank!

  5. als (ehemaliger) Milliardär redet man sich leicht! So ein Schwachsinn wie bedingungsloses Grundeinkommen kann nur aus dem Mund eines senilen, alten Mannes stammen. Er hat sein Vermögen einer Stiftung vermacht und seine 7 Kinder um ihr Erbe betrogen (für Poppen war offenbar immer genug Zeit). Sehr vorbildlich, Herr Werner! Mal sehen was die Stiftung mit den Milliarden anstellt.

  6. Na, ja, jedermann ein Unternehmer: Der eine muß mit Bauklötzchen spielen, der andere darf mit Millionen, und wenn dann der eine das Bauklötzchen des anderen ist, und noch nicht einmal ein besonders wertvolles, sondern eines, das man ihm hinterhergeworfen hat, weil es gestört hat… Die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens ist gut. Viele Grundgesetzparagraphen sind ohne bedingunsloses Grundeinkommen einfach sinnlos, weil man sie ohne Geld gar nicht realisieren kann. Kein bedingungsloses Grundeinkommen ist also verfassungswidrig. Das hat man in Zeiten der Vollbeschäftigung und mannigfacher ökonomischer Nischen, die heute alle kommerziell besetzt sind, nur noch nicht so gemerkt. Sonst hätte man es damals selbverständlich gleich reingeschrieben. Vielen Dank für ihren diesbezüglichen Einsatz. Ich hätte auch gar nicht die Zeit, mir dies anzuhören/Kommentar auszudenken, wenn ich für mein Geld arbeiten müßte.

    Und in Zeiten in denen es eben noch kein bedingungsloses Grundeinkommen gibt, ist das Reden von der Haltung auf Augenhöhe zu den Angestellten vielleicht sogar nur perfide moralische Erpressung. Oder gewährt der Drogeriemarkt DM seinen Mitarbeitern dieses Grundeinkommen, wenn sie keine Lust mehr haben, im Laden zu sein? Natürlich nicht, ein Unternehmen, das nicht pleite gehen möchte muß sich in gewissen Grenzen an die Regeln der umgebenden kapitalistischen Wirtschaft halten. Es ist eben doch nicht jeder ein "Unternehmer" Und das sagt ihnen jemand, der gerne "Eisenbahn Tycoon" spielt, aber nur mit ausgeschalteter Konkurrenz. Die stört nämlich beim Aufbauen und Reichwerden.

    Ich bin aber nicht der Ansicht, dass man Verantwortung, die einem zufällt, Entscheidungsmacht also, gering schätzen dürfte, nur, weil sie ungerecht groß ist. Es ist Aufgabe der Politik, Kapitalisten zu entmachten, nicht die Pflicht derselben Harakiri zu begehen und viel Schaden dadurch anzurichten. Schön, dass mal einer davon bis zum Grundeinkommen gedacht hat.
    "Lernling?" klingt nach Sekte. Berufslernender? Zu lang? Streber-ist schon negativ konnotiert, aber sonst. "Lerni"? klingt allerdings nicht ganz so ernst. Ein bischen zutreffende Wortklauberei zur Daseinsberechtigung eines ca milliardenschweren Kapitalisten zu machen erfordert aber schon das Wohlwollen eines guten Freundes.

  7. Als alternative Begrifflichkeit für "Arbeitszeit" / "Freizeit" möchte ich ganz simple vorschlagen:
    GEBEN & NEHMEN, nämlich in eine Community etwas einbringen als eine Art Pflicht, sofern wir wieder mal von Werten sprechen dürfen …. und das Nehmen als sich etwas gönnen!

  8. "Die Treppe von oben nach unten" . . . wirft die Frage auf, ob "die da oben kehren" oder "die von unten hoch kommen sollen" … 🙂
    In der Schweiz gilt die Einstellung: Politik macht, was das Volk will, nicht umgkehrt (Daumen hoch)
    Die heutige Sendung auf phönix "Komm komm Grundeinkommen" (von Stefan Tod) zeigte auch sehr vieles auf, z.B. das die Technologie, Robotisierung, noch nicht ganz soweit sind … ob Medizin, Strassenverkehr…..) vielleicht müssen wir deswegen noch 300 Jahre bis in's 24. Jhd. warten ? . . .
    Es gab ja schon einige "Versuchs-Projekte" hierzu, in Alaska, USA 1974-1978, Namibia mit positiven Ergebnissen !!
    Vermutlich bremst die Angst der Superreichen, Status und Macht zu verlieren.

    Die Zukunft ist JETZT – aus o.g. Film als Epilog – ganz meine Einstellung.
    Finde es wichtig, das möglichst viele verschiedene Gedanken zusammengetragen werden,
    so z.B. spielt ja auch die Mietpreisexplosion eine erhebliche Rolle dabei, das auch wirklich leben zu können. 1000 Euro sind jetzt schon viel zu wenig !!!

    Dann kommt mir der Gedanke, würden da nicht viele woanders wohnen wollen, z.B. in meteorologisch "vorteilhaftere" Länder, Inseln… ? .-)

    Und in wie weit wäre eine Art Geburtenkontrolle notwendig (in Form von Verhütung, Sterilisation nach ……x…….Kindern)?

    ? ? ?

  9. Ich habe meine Arbeitszeit auch immer als Lebenszeit gesehen. Das hat verhindert, das ich fuer zuwenig Geld gearbeitet habe. Entweder habe ich gearbeitet und gut verdient oder ich habe gar nicht gearbeitet und habe nichts verdient. Ich sehe es als falsch an meine Lebenszeit jemand Fremden zu Verfuegung zu stellen um sich an mir zu bereichern. Dafuer ist Lebenszeit zu kostbar.

  10. Die wenigsten Menschen machen was sie wollen. Es ist aber auch nicht richtig das wir nur das machen was wir wollen. Wir muessen unserer Verantwortung als Mensch und als Bewohner der Erde nachkommen. Das kann man nicht, wenn man nur das macht was man will.

  11. Unverhofft kommt oft, wir müssen unser selbstbestimmtes freies Leben nur einfordern und einfach leben. Wenn jeder das tun kann was man will, dann kann jeder seine besonderen Begabungen fördern wovon die Gesellschaft unendlich viel mehr hat, als von Bürokratie und Zwang zur Niedriglohnarbeit.

  12. 28:00 Seine Fragen zum eigenen Lebenssinn und der eigenen Lebenszeit hat mir gefallen. Was bringen wir in die Welt? Womit füllen wir unsere Zeit? Was bringt Mehrwert? Was ist unser Beitrag?

  13. 25:50 "Lernlinge" hat mir ziemlich gut gefallen und auch die Aussage, das große Unternehmen mit Begriffen geführt werden. Das "wording" hat selbstverständlich eine enorme Wirkung auf die Haltung der Leute und entspringt "reziprok" natürlich auch aus deren Verstand und Verständigung. Wenn Worte führen… Ziemlich gute Einstellung von Götz Werner. Auch seine Frage, als was betrachten wir unsere Mitmenschen (und Mitarbeiter): Als Mittel zum Zweck (=Objekte) oder als Subjekte (mit ihrer jeweiligen Geschichte). Gehen wir wirklich eine Beziehung zu ihnen ein? Das würde ja Beziehungsarbeit bedeuten. Mir hat gefallen, dass Götz auch seine Frau dabei hatte und so offen auch darüber spricht, dass "Sich-etwas-zu-sagen-haben" Arbeit bedeutet… Seinen Walking-around-Stil (fährt in die Filialen) finde ich vorbildlich. Viele Manager verschanzen sich hinter Kennzahlen und Elfenbeintürmen und haben die Praxis nicht gesehen.

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