Missbrauch auch in Heimen der DDR

MDR Beitrag von Knud Vetten für “Exakt”

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6 thoughts on “Missbrauch auch in Heimen der DDR

  1. Ich war von 1965 bis 1970 im Spezialkinderheim Pretzsch/Elbe. Die so genannten Erziehungsmethoden glichen denen in einem Jugendwerkhof: Prügel, Schikanen und Demütigungen. Kann es für all das, was man über sich ergehen lassen musste, überhaubt eine Entschädigung geben? Ich habe mich in die Reihe der Ehemaligen angestellt, die ein Rehabilitierungsantrag gestellt haben. Von der für mich zuständigen Staatsanwaltschaft wurde beim Gericht beantragt mein Rehabilitisierungsantrag als unbegründet abzuweisen. Für mich persönlich wieder eine Demütigung, wieder Hohn. Eben ein Antrag auf Rehabilitisierung soll die Basis für Wiedergutmachung sein! Der Grund, weshalb man ins Heim eingewiesen wurde, sollte dabei keine Rolle spielen – macht es aber! Von zugefügtem Leid ist beim Bearbeiten des Antrages keine Rede – wird gar nicht berücksichtigt. Welch ein Wiederspruch in sich?! Welch ein Hohn gegenüber all jener, die schon damit bestraft waren kein richtiges Zuhause gehabt zu haben oder von den Eltern abgeschoben wurden?! Welch eine Demütigung gegenüber all jener Ehemaligen, die sexuell missbraucht, geschlagen und drangsaliert wurden! Die mit ihrem Erlebten heute noch alleine klar kommen müssen – wie ich! 

  2. ich war 2 Jahre in Zwickau und wurde wegen Misshandlung entlassen. und ich habe noch immer die Alpträume von damals. eine Entschädigung ist mir nicht wichtig ich würde nur gern erfahren warum. 

  3. Ich war im 2 Jahre von 1984 bis 1986 in Kinderheim in Zwickau und wurde wegen Misshandlung meiner Erzieherin entlassen. Nach Zwickau habe ich noch Jahrelang nahezu jede Nacht Alpträume gehabt und schaffe es nur sehr schwer das geschehene los zulassen. 

  4. alle,welche schutzbefohlene kinder,mißbraucht oder geschlagen haben,sollte die volle härte des gesetzes treffen!nur,welche härte gibt es in deutschland!keine!
    entweder sind sie kirchlich(katholiken)der sie waren staatlich!eine schande wie
    man mit den opfern umgeht!

  5. Ich war auch 6 Jahre in einen Kinderheim in Mecklemburg Vorpommern,
    Da gab es nie Gewalt , Prügel , oder sonstiges.
    Klar hatten wir auch Regeln wie jedes kind heut zu Tage auch haben.
    Traurig für die ehemaligen Heimkinder die in kein so gutes Heim kamen.

  6. Ich verstehe sehr gut von was er spricht. Ich war in Holzdorf bei Legefeld (Weimar) in Thüringen für drei Jahr im Kinderheim. Prügel, Erpressung und vor allem Angst waren an der Tagesordnung. Ich kam im Jahr 1973 in dieses Heim und noch heute verfolgt mich in meinen Träumen das Heim. Meine Mutter war eine versuchte republiksflüchtige Bürgerin, die von der Staasi festgenommen und eingesperrt wurde. Die Selbstmordrate von 16 jährigen Mädchen war sehr hoch.

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