Leibniz debattiert 1/2015: Hans-Werner Sinn & Richard David Precht

Zum Auftakt der neuen Gesprächsreihe „Leibniz debattiert” diskutierten Leibniz-Wirtschaftsexperte Hans-Werner Sinn und der Philosoph und Autor Richard …

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23 thoughts on “Leibniz debattiert 1/2015: Hans-Werner Sinn & Richard David Precht

  1. Herr Sinn, Sie glauben doch nicht, dass, wenn wir darauf gewartet hätten, eine politische Union zustande zu bringen, bevor wir die gemeinsame Währung einführen, diese jemals zustande gekommen wäre? Ja, es ist ein Problem der Reihenfolge, aber die Währungsunion wurde genau deswegen vorangestellt, damit wir keine andere Wahl mehr haben, als diese politische Union zu voranzutreiben und zu verwirklichen. Das ist unser langfristiges Interesse und es ist allen kurzfristigen Interessen und einzelstaatlichen Sichtweisen übergeordnet! Wenn ich Ihnen beiden zuhöre, stelle ich fest, dass Herr Precht der weitaus bessere Ökonom ist, weil er sich nicht in seiner Sichtweise von alten Wirtschaftstheorien einengen lässt, die vor zwei Jahrhunderten noch die Welt erklären konnten aber kaum noch für die heutige Welt Gültigkeit finden können. Bravo Herr Precht, Sie haben es richtig erkannt. Unsere Währungsunion hat Konstruktionsfehler, aber zu mehr waren die Länder damals nicht bereit und hätte man die Währungsunion aufgeschoben, wäre sie niemals zustande gekommen und es stand damals sehr viel auf dem Spiel. Ich zitiere hiermit nur sinngemäß Helmut Schmidt, der dies in einem seiner Bücher sehr einleuchtend erklärt.

  2. in den 70er Jahren standen wir nach unseren "Wissenschaftler" vor einer Eiszeit, jetzt vor einer Erderwährmung, ist die Eiszeit schon vorbei? jetzt wird es etwas wärmer, prima ich friere nicht mehr so viel.

  3. Herrlich zu sehen, wie Precht immer wieder die gleichen Punkte/Ansätze findet, Beispiele benutzt und die auf jedes Thema ummünzt. War mal ein großer Fan von ihm aber inzwischen ist er einfach nur noch zu einem Schwätzer geworden

  4. Herr Dr. Sinn, wie immer erklärt er die Probleme hemmungslos und ganz verständlich. Danke!
    Die in Griechenland lachen unsere Deutschen aus, wie so wir immer noch so viel arbeiten, dass wir fur's Hungerlohn arbeiten, das wir so wenig Rente bekommen, 50% der griechischen Sozialhilfe obwohl wir so lange arbeiten usw. usw.
    Aber gut, wir arbeiten sehr viel damit die u. A. auch anderen schwachen Staaten so gut leben können. Wie la ge noch das gut gehen kann, wissen wir nicht.

  5. Taktik steht leider über Strategie, das ist doch der Knackpunkt. Richtig ist auch, dass es das einzig logische für Politiker in diesem System ist. Die Lösung? Keine Ahnung, aber Politiker sollten diese Zwangsjacke zumindest mal ansprechen, damit mehr Bewusstsein für eine Problemlösung geschaffen wird.

  6. Precht ist wie so viele leider ein Schwaetzer. Viel Gebrabbel um nichts. Und weil das bei so vielen der Fall ist, interessiere ich mich fast nur noch fuer Leute wie Sinn. Denn er laesst die Zahlen sprechen. Argumentiert rational. Nicht emotional. Ganz nuechtern. Er beschreibt die Situation und zieht daraus dann Schluesse. Da hat man dann oft harte Erkenntnisse, die unangenehm sind. Aber er kommt nicht mit dem moralischen Zeigefinger. Sehr angenehm. Mir waere daher lieber gewesen Sinn haette hier allein gesprochen.

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