Grundeinkommen, Schulsystem und wohin Azubi? – Askalation #6

Dieses mal gehts unter anderem um das Bedingungslose Grundeinkommen und das Schulsystem! Jeden Tag Streams: https://www.twitch.tv/TimKalation Twitter: …

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27 thoughts on “Grundeinkommen, Schulsystem und wohin Azubi? – Askalation #6

  1. Angenommen man meldet ei9n Nebengewerbe an und beginngt zum Streamen . Bekommt durch gute Kontinuität und steigende Viewer eine Partnerschaft mit Twitch. Nun gehen wir mal davon aus das während des Jahres die Einnahmen über die Steuerfreigrenze schießen. Wie geht es dann weiter , was muss man machen ? Wie läuft das ab ?

  2. Warum darf man auf youtube Inhalte zeigen wie Games wo ab 18 sind aber im Fernsehen erst ab 23 Uhr. Warum hat jeder öffentlichen Zugang bei YouTube für Spiele ab 18 aber im laden darf man Sicht kaufen wenn man unter 18 ist? Es gibt ja auch die Möglichkeit wie bei schmutzigen filmen wenigstens eine Abfrage zu machen.

  3. Also ich bin gegen das Grundeinkommen. Ich stimme dir zwar zu, dass es grundsätzlich bei den meisten Leuten so ist, dass sie etwas erreichen wollen und gestalten wollen, aber ich kenne soo viele Leute, die einfach keine Lust haben Arbeiten zu gehen. Die sind völlig ambitionslos. Die belächeln jetzt schon das aktuelle System, in dem sie Hartz 4 bekommen, ihre Wohnung, Internet etc alles umsonst bekommen. Solche Leute DARFST du nicht auch noch weiter belohnen, wenn sie sogar 1200 Euro fürs nichts tun bekommen.
    Ansonsten hätte das System sicher viele Vorteile, da stimme ich dir zu, aber allein dieser Punkt führt das System ad absurdum.

    Zum Schulsystem kann ich nur ein Video mit Harald Lesch empfehlen:
    https://youtu.be/Wj-KTcxjLqs

  4. Warnung: Langer Text, Zeit mitbringen.

    Mal mein Folgen-Feedback indem ich alle Themen mal kommentieren will, immer mit dem Wissen, dass das was du sagst, nur deine Meinung ist und weder richtig, noch falsch sein muss, geschweige denn wissenschaftlich bewiesen ist.

    Azubis und Betriebsstättenwechsel
    Größtenteils pflichte ich dir bei, dass man seinen Status als Azubi nie wirklich verliert, solange man nicht mindestens mal die Abteilung innerhalb der Firma wechselt. Aber in deiner doch eher kurzen Ausführung pauschalisierst du meiner Meinung nach zu voreilig und rätst überhastet zum Wechsel. Es ist immer vom Einzelfall und vor allem vom Berufsbild abhängig und sollte demnach mehr als gut überlegt sein. Ja, dankbar ist dir im Leben so gut wie niemand, weshalb man kein schlechtes Gewissen haben muss, die Firma zu wechseln. Aber: Häufige Arbeitgeberwechsel können auch falsch interpretiert werden, wenn man es will. "Oh, wir wären also das 6. Unternehmen im 8. Jahr? Dann sind Sie ja im Prinzip in spätestens 1 1/2 Jahren wieder weg. Danke, da drüben ist die Tür." Klar spricht die Pro Seite dann gerne über Flexibiliät und der stetigen Suche nach neuen Herausforderungen… aber am Ende ist alles Auslegungssache und einen so "bestimmten Rat", wie du Ihn geäußert hast, zum Arbeitgeberwechsel würde ich nicht ohne weiteres unterschreiben

    Schulsystem
    Interessante Ansätze, auch hier in ich in Teilen bei dir, in anderen wieder nicht. In den letzten Jahren häuften sich ja die Berichte, dass die Schule zu wenig für das Leben vorbereitet – man erinnere sich an die Schülerin die nicht weiß, wie Sie eine Steuererklärung macht, dafür aber Gedichte interpretieren kann. Ja, in Teilen sehe ich hier durchaus die Schulen mitverantwortlich. Aber der Löwenanteil in solchen Themen muss das Elternhaus sein. Wie komplex das Leben "da draußen" (also ohne Eltern und Elternhaus) ist, muss ich nicht erklären – und seine Kinder entsprechend darauf mit vorzubereiten ist auch in meinen Augen Aufgabe der Eltern. Zudem ist es heute einfacher denn je, an Informationen zu gelangen. Google hat binnen weniger Sekunden Checklisten als Ergebnisse ausgespuckt, was ich bspw. bei einem Umzug alles beachten muss. Folglich ist es Ziel der Schule und des Bildungssystems, den Kindern und Schülern beizubringen, wie man sich mit fremden Themen auseinandersetzt. Dinge zu erarbeiten, Abläufe zu verstehen und zu lernen, wie man lernt. Der Mehrwert der Schule ist hierbei das Aneignen von Fähigkeiten und Fertigkeiten die man – und da stimme ich dir zu – sicher nur in kleinem Ausmaß am Ende im "wahren Leben" benötigt. Aber wie hatte einst mein Opa schon immer gesagt: Et schad' nix, wenn man wat weiß. Selbst wenn man 10 Jahre später das Periodensystem nur noch von seiner Frau kennt und nicht mehr weiß, wo man Gold, Natrium und Kalium nun wirklich einsortieren muss. Eigentlich wollte ich noch einen Absatz dazu spendieren, dass Bildung übrigens auch sehr stark in Abhängigkeit zum Wohlstand der Familie aus der man stammt steht, aber aufgrund der Uhrzeit bleibt mir keine Zeit mehr dafür.

    Weitere Videoformate
    Du machst das, ich hoffe nur, dass du auch die Resonanz und die damit verbundenen Aufwände (es kostet Zeit) immer im Hinterkopf behälst, so dass deine Videos als Plattform für einen Dialog bieten und nicht unidirektional so Instagram mäßig darin enden, dass du ins Nichts kommunizierst (engl. posting into a void). Bin gespannt was kommt.

    Bedingungsloses Grundeinkommen
    Das heikelste Thema zum Schluss. Das mit den Schmarotzern hast du im Video schon thematisiert.. wo eine Offerte ohne Gegenleistung ist, wird es immer Leute geben, die von diesem kostenlosen Angebot auf Kosten anderer Menschen partizipieren. War immer so und wird immer so bleiben. Favelas in Brasilien bspw. funktionieren auch nur so gut und mit wenig Ärger und Reibereien, weil die Reichen, die oben auf dem Berg wohnen unten in den Wellblechhütten Wasser und Strom kostenlos zur Verfügung stellen.
    Könnte solch ein System in Deutschland funktionieren? Ich behaupte: Nein. In erster Linie geht es um die Bezahlbarkeit. Dabei ist es egal, ob das Grundeinkommen nun 500 oder 5000€ pro Monat beträgt, langfristig kann der Staat diese Gelder nicht bereitstellen, ohne an anderer Stelle für massiven Unmut zu sorgen. Ähnlich wie beim kostenlosen WLAN im ganzen Land nimmt man gerne kleine Länder mit niedrigen Einwohnerzahlen als Positivbeispiel heran um zu sagen "Guck hier, funktioniert doch." Aber man vergisst recht schnell, dass die Skalierung bei solchen Systemen alles andere als Linear verläuft. Nur weil hier (frei erfunden) das Bruttoinlandsprodukt und die Einwohnerzahl fünf mal so hoch ist wie in Lettland, ist das System noch lange nicht lauffähig.
    Du sprichst z.B. davon, die Mehrwertsteuer zu erhöhen. Welchen Effekt hat dies denn für mein Grundeinkommen? Richtig, weniger Geld, welches man effektiv zur Verfügung hätte.
    Vermögenssteuer? Das Robin Hood Prinzip würde nie aufgehen. Wir sehen es doch schon in der aktuellen Situation. Firmen und Reiche Einzelpersonen verlassen das Land, weil Sie keinen Bock auf hohe Steuern in Deutschland haben. Die Vermögenssteuer oder den Spitzensteuersatz zu erhöhen würde vermutlich dazu führen, dass noch mehr Geldträger in Steueroasen flüchten, wo Sie weniger bezahlen müssen. Man munkelt, dass dies auch einer der Hauptgründe sei, warum Herr Ronaldo mittlerweile sein Geld in Italien verdient, wo die Steuern für ihn erheblich niedriger ausfallen, als in Spanien.

    Ist so ein System motivierend? Jein. Ja, man wertet seinen evtl. schlecht bezahlten Job auf, weil man dann etwas beruhigter bspw. seinen Job im Gesundheitswesen wahrnehmen kann. Aber diejenigen, die ohnehin nur Minijobber waren oder gar nicht arbeiten (ich war selbst über 6 Jahre arbeitslos und kenne das Gefühl zu gut), verfallen irgendwann in eine Art der Depression, wo man sich irgendwann mit der Situation abfindet und sich selbst die Dinge anfängt zu beschönigen. Den selben psychologischen Effekt gibt es übrigens auch beim Übergewicht. "Ach was, so dick bin ich nicht." – eine Dauerfloskel um zu verhindern, zum Sport zu gehen, obwohl man selber ganz genau weiß, dass einem der Körper das Übergewicht und den ungesunden Lebensstil eines Tages heimzahlt, weil man vielleicht gerade im Moment keine Schmerzen hat oder seine Diabetis-Symptome noch nicht kennt bzw. wahrnimmt.
    Zurück zum Geld… wird so ein System kommen? Ich denke ja. Aber eher in abgewandelter Form als Einheitsrente, um zumindest gegen Altersarmut vorzugehen. Denn das ist ein Problem in unserer Gesellschaft, dass viel schlimmer ist und wo vor allem die betroffenen selbst nichts mehr daran ändern können. Gegen einen miesen Job im besten Arbeitsalter kann man immer etwas tun – sofern man an sich selbst glaubt und auch etwas ändern will. Als alter Greis, der bereits 40+ Jahre geackert hat, ist man am Ende dem System hilflos ausgeliefert. Klar – auch der alte Mensch hätte in seiner Jugend ja mal besser in der Schule aufgepasst, dann wär er Doktor an der Uni geworden und nicht 40+ Jahre Paketbote bei DHL. Aber hier hat der Mensch als Mitarbeiter seinen Soll geleistet und artig in die Staatskasse eingezahlt und wird am Ende mit einer – in Relation zum Besserverdiener gesehen – winzigen Rente abgestraft. Deshalb wäre mein Vorschlag, die etlichen Milliarden für ein bedingungslose Grundeinkommen lieber in die Altersvorsorge zu stecken und Altersarmut zu bekämpfen. Der demografische Spiegel in Deutschland sieht erschreckend aus, die Alterspyramide, die Geburtenraten und die Lebenserwartungen der Menschen hier geben kein optimistisches Bild ab, wenn man sich die Frage stellen will, wie man die "ganzen Alten" in 30, 40, 50 Jahren noch finanzieren will und Ihnen halbwegs den Lebensstandard zu ermöglichen, die Sie als Berufstätiger hatten.

    Danke fürs Lesen, falls du (ihr) es bis hierhin geschafft hast (habt).

  5. Was ist deine Meinung zum Mindestlohn. Laut dem volkswirtschaftlichen Modell steigt ja die Arbeitslosigkeit mit steigendem Mindestlohn. Zum Beispiel dadurch, dass sich Unternehmen nicht mehr viele Mitarbeiter leisten können, da sie das Gehaltsbudget nicht erweitern können.

  6. Ich finde es extrem gut, dass du dich mit solchen Sachen schon in einer recht Komplexen Art und Weise auskennst und das auch mitteilen kannst. Dafür auf jeden Fall meinen Respekt. Ich sehe das mit den Schulfächern ein bisschen von einer anderen Seite. Ich finde dass Fächer nicht grundsätzlich wegfallen dürfen, denn die Schule ist so eine Art Preview. Sie soll auch dafür dienen einen Einblick zu geben in das was die Zukunft bringen kann. Es ist eher Kritisch, dass die Kinder damit einfach nix anfangen können, eben weil sie den Bezug zur Realität nicht kennen, und es wird einem auch nicht beigebracht. Dafür ist Schule zu Theoretisch. Ich Denke mit mehr Praxisbezug wäre es für viele Kinder einfacher ein Interesse zu entwickeln! War bei mir genau das Selbe. Ich habe erst mit meiner Weiterbildung bzw kurz davor mein Interesse überhaupt erkannt. Tim, mach weiter so!

  7. Garnicht so dumm der Tim. 🙂 An die Leute hier die glauben, dass die Preise steigen wenn man dieses Grundeinkommen einführen würde. Ihr macht da in meinen Augen nen Denkfehler.
    Ihr geht davon aus, dass die Geldmenge die der Bevölkerung zur Verfügung steht hierdurch steigt. Das wird aber nicht der Fall sein. Tim spricht ja auch davon, dass man es hierzu Finanzierungsmodelle gibt. Es wird also kein Geld gedruckt, dass zusätzlich den Markt flutet und somit eine Inflation enstehen lässt der wir nicht mehr Herr werden würden. Das Geld welches der Markt hat würde nur anders verteilt. Für manche Dinge würde dann vielleicht tatsächlich der Preis anziehen, allerdings bin ich der festen Überzeugung, dass etwas viel wichtigeres in überproportionalem Masse ansteigen wird. Das sind die Kreativität und die Zufriedenheit der Bevölkerung. Und der Wert ( auch den Finanziellen ) dieser beiden Dinge für eine Nation, ist glaube ich so enorm hoch, dass er jenseits eurer Vorstelleungskraft liegt. Ich hoffe ich hab mich hier jetzt nirgendwo verhaspelt. Grundsätzlich ein Thema über das ich mir Stundenlang Gedanken machen und Seitenweise Texte zu schreiben könnte. 🙂

  8. Hi Tim, was hälst du von der von BGM Spahn vorgeschlagenen automatischen Organspende. In Frankreich und Spanien ist dadurch die Zahl der Organspender beispielsweise deutlich gestiegen, hat also mMn nur Vorteile. Gruß Tobi 🙂

  9. Bin auch absolut für das bedingungslose Einkommen. Dann würde ich nur noch halbtags in meinem Job arbeiten, hätte mehr Zeit für meine Familie und würde versuchen aus meinen Hobbys Geld zu machen.

  10. Die Sache ist doch die. Wenn du nach der Schule noch dein Studium absolviert hast, bist du zwar in der Theorie eine 1 , aber in der Praxis dafür eine 6.

  11. Moin Timkalation. Ich finde wir haben in Deutschland schon genug Sozialschmarotzer. Da brauchen wir nicht noch ein bedingungsloses Grundeinkommen. Dass fördert nur den Gedanken den Staat abzukassieren.

  12. glaubst du nicht das durch das Grundeinkommen eine Geldentwertung stattfindet, sodass z.B. 1200€ nichtmal für die Miete reicht? Steigendes Einkommen führt immer zu steigende Preise

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