Grundeinkommen bei der Corona Debatte Leipzig

Hier die Links aus dem Video: https://grundeinkommenjetzt.de/ change.org/grundeinkommen openpetition.de/!coronahilfe grundeinkommen.live könnt mir auch …

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1 thought on “Grundeinkommen bei der Corona Debatte Leipzig

  1. Ein Grundeinkommen wäre nur der Anfang einer notwendigen Agenda gegen gesellschaftliche Stagnation und Bürokratismus, denn objektiv betrachtet leben wir in keiner Demokratie, sondern in einem liberalen Bürokratismus, in welchem jedem Einzelnen die Motivation zur Veränderung durch Angst vor sozialem Abstieg ersetzt wird. Das ist auch die Grundaussage von Orwells 1984. Nicht etwa einen Überwachungsstaat aufzubauen, sondern die Wahrnehmung von Zeit so zu manipulieren, das jeder Einzelne, mag er an der Spitze oder am Fundament der Machtpyramide stehen, jede gesellschaftliche Veränderung als Gefahr ansieht und mit allen Mitteln bekämpft. Die Gefahr des totalen Bürokratismus steigt mit jedem Tag, aber weshalb?

    Seit Zusammenbruch des Ostblocks 1989/90 existiert keine ideologische Konkurrenz mehr, die die Machtstrukturen des Westens zu einer stetig steigenden Lebensqualität der Bevölkerungen zwang. Die Masse durfte niemals auf die Frage kommen, ob möglicherweise die Ideologie des Ostblocks eine bessere Alternative darstellen könnte.
    Nach dem Zusammenbruch des Ostblocks fehlte diese Konkurrenz, diese "Beweisführung" verlor ihre Existenzberechtigung und wurde durch die Ideologie der Alternativlosigkeit ersetzt. Träume und Wünsche der Menschen in Ost und West wurden vernichtet, Bedürfnisse wurden durch eine Indoktrination ersetzt, die Erwerbsarbeit und Konsumismus als Sinn des Lebens predigt. Alles, was ökonomischen Zwecken nicht dienlich ist wurde im Bewusstsein der Menschen als zweitklassig verankert und entwertet. Gesellschaftlicher Fortschritt, Kunst, Kultur, das Streben nach den Sternen – all das wurde durch Bürokratisten ausgerottet, die ihre Positionen und Positiönchen im System gefunden haben jede Innovation hassen.

    Frank Herbert warnte bereits 1984:
    "Bürokratie vernichtet Initiative. Bürokraten hassen nichts mehr als Innovationen, und besonders jene Innovationen, die bessere Ergebnisse zeitigen als die alte Routine. Verbesserungen lassen jene, die an der Spitze der Pyramide stehen, immer unfähig erscheinen. Und wer hat es schon gerne, wenn er diesen Eindruck erweckt?"

    Ein Staat kann in seiner Entstehung progressive Ideen umsetzen. Doch dann werden die fortschrittlichen Kräfte konservativ und die konservativen Kräfte streben unausweichlich in die Stagnation, welche der Masse euphemistisch als Stabilität verkauft wird.
    Dann folgt Dekadenz, Zusammenbruch des Alten und die Entstehung von etwas Neuem … seit Zeiten des alten Roms scheint das eine Gesetzmäßigkeit zu sein. Und jedes einzelne System beging den Fehler, sich selbst als die Krönung der Zivilisation zu betrachten und scheiterte an der fehlenden Erkenntnis, das nur ein System stabil sein kann, was sich ständig aus sich selbst heraus erneuert und das Wachsen bürokratischer Strukturen unterbindet.
    Darin liegt die eigentliche Chance der Digitalisierung und Automation. Dem einzelnen Menschen durch ein Grundeinkommen nicht nur die Existenzangst zu nehmen, sondern parallel ein völlig neues Bildungssystem zu etablieren, welches die rein ökonomisch nützliche Qualifikation durch Kreativität ersetzt und Kindern die Möglichkeit bietet, sich selbst Aufgaben und Ziele zu stellen und diese auch verwirklichen zu können, ohne primär den ökonomischen Nutzen im Auge zu haben. Wir haben die Technologien dazu, es ist jederzeit umsetzbar!

    Der Weg dahin wäre theoretisch kein Problem. Man könnte einen Kongress in Deutschland stattfinden lassen und namhafte unabhängige Philosophen, Psychologen, Soziologen, Pädagogen und Ökonomen einladen, welche die Aufgabe bekommen, ein neues Gesellschaftssystem zu erdenken und die Probleme des Übergangs zu minimieren. Wieviel würde dieser Kongress kosten ? Bestimmt nicht soviel wie die Folgen von Corona.
    Nur die globalen Bürokraten in Politik, Wirtschaft und Medien wären alles andere als erfreut, denn sie wollen keine Veränderung ihres Systems – sie wollen nur die Stagnation.

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