Finanzierung des Grundeinkommens und verschiedene Finanzierungsmodelle – Reimund Acker

Freut Euch auf einen einfachen Modellbaukasten (19:35), um Eure Wunschfinanzierung relativ einfach und schnell zu beschreiben und grob durchzurechnen.

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23 thoughts on “Finanzierung des Grundeinkommens und verschiedene Finanzierungsmodelle – Reimund Acker

  1. Beachtet auch die Videobeschreibung, da ich mit dem Referenten in Kontakt bin und die Aktualisierungen dort hineinschreibe. Für ungeduldige ist dort auch die Sprungmarke zum Finanzierungsmodellbaukasten (19:35)

  2. BGE braucht eine gigantische Umverteilung. Das geht nur über höhere Steuern – das führt aber zu dem Effekt, dass von 1.000 € BGE nur 500 real bleiben (siehe auf nachdenkseiten) – die Leute müssten dann also arbeiten. Und das zu den Bedingungen der AG! Und der AG würde die Löhne kürzen, denn der Lohn muss dann ja nicht mehr zum Leben reichen – dafür habt Ihr ja das BGE. Das ist eben einfache Logik und man sollte was von Volkswirtschaft verstehen. Es ist der Kombi- Lohn für alle!

  3. Das BGE muss von der ZB gedruckt werden. So wäre das richtig. Es ist ohnehin ein Unding, dass die Regierung nicht ihr eigenes Geld hat. Es sich leihen muss als Souverän. Unfassbar.

  4. Man könnte zunächst Freibeträge für die Sozialabgaben einführen, was eine Minderung der Nettoeinkommen der Grossverdiener erfordern würde.Aber hierfür gibt es keine nachdrückliche Bewegung.

  5. 23:45 Das ist schräg argumentiert: Die hohen Spitzensteuersätze der USA oder GBs sind temporär gewesen und haben sich politisch EBEN NICHT halten lassen! In Großbritannien hielt sich der zitierte Irrsinnswert genau 5 Jahre (1974-1979) Danach wurde er deutlich abgesenkt (um ganze 23 %), wenig später um weitere 20 Prozentpunkte. In den USA hatte der zeitweise hohe Spitzensteuersatz mit dem Krieg und dessen Folgewirkungen zu tun. Heute liegt er unter 40% !

  6. Die 2000 Mrd, von denen man gegenwärtig ausgeht, werden nach der Absenkung von Leistungsanreizen kaum mehr zur Verfügung stehen. Auch werden Kapital, Produktion, Dienstleistungen abwandern. Das hat ebenfalls Mindereinnahmen des Fiskus zur Folge. Deutschland ist keine Insel! Wie sind eingebunden in einen globalen wirtschaftlichen Kontext. Wer das ausser acht lässt, hantiert mit Milchmädchenrechnungen

  7. 40 % Zwangsbesteuerung von Einkommen bis 2.000 Euro zur Finanzierung des BGE? Die Leute, die jeden Tag ihren Buckel krumm manchen müssen, obgleich die wenigsten wohl ihren Traumjob ausüben, werden das nie akzeptieren. Und recht haben sie, denn das ist genau das Gegenteil von Sozialer Gerechtigkeit. Das ist ein Zugriff auf die Arbeitskraft Anderer nah an der Sklaverei. Denn wenn das Geld eines Tages nicht mehr reicht, können aus 40% schnell 50% oder 60% werden.

  8. 1:00 Putzige Argumentation: Es geht eben nicht nur darum, ob genügend Güter und Dienstleistungen produziert werden, denn ein Teil dieser Güter erzeugt derzeit durch Ausfuhr Einnahmen, die wiederum dafür verwendet werden, um jene Produkte einzukaufen, die wir eben NICHT produzieren, sprich: die wir importieren müssen. Dieses Kapital fehlt dann schon mal

  9. Vielen Dank für den umfassenden Überblick!
    Die Modelle kommen mir alle sehr ähnlich vor – die Höhe des Betrags varriert leicht, die verwendeten Steuern sind etwas unterschiedlich und es traut sich niemand daran, besonderen Bedarf als Leistung zu streichen und diesen z.B. über Caritasvrrbände oder freiwillige Spenden abzudecken (denn das wäre "unsozial" bzw. hochgradig politisch inkorrekt).

    Was mir bei allen Modellen noch zu kurz kommt ist die Rolle der Unternehmenssteuern, bzw. "Roboter – oder Maschinensteuer." Denn die Mehrheit ist sich ja einig, dass erst durch Automatisierung überhaupt der Mangel an Arbeitsplätzen entstehen wird, der ein Umdenken in Richtung BGE erforderlich macht. Eine Pauschale "x Euro pro Roboter" wäre hier aber auch sicherlich zu simpel gestaltet…. Hier müssen kreativer Ideen her.

    Ein ganz anderer Ansatz anstelle eines fixen Betrages wäre auch ein flexibles Grundeinkommen, welches sich nach der Höhe der Einnahmen richtet und durch die Anzahl aller Bürger geteilt wird.
    Der Vorteil wäre hier, dass sich der Betrag von alleine auf ein sinnvolles Niveau einpendeln würde: ist er zu niedrig, gehen wieder mehr Menschen arbeiten, ist er hoch genug, reduzieren die Leute ihr Arbweitspensum. Damit würde sich die Frage nach der Finanzierbarkeit erübrigen, da die aufgewenden Mittel genau dem entsprechen, was sich "die Gesellschaft leisten kann". Auch das Argument "dann würde ja niemand mehr arbeiten" wäre damit vom Tisch, da die Leute wieder arbeiten gehen sobald der Betrag zu niedrig wird.

  10. Das BGE muss gedruckt werden wie auch Milliarden von Dollars für Bankenrettung gedruckt wurden. Es kann auch so sein, dass ein BGE ein eigenständiges Geld ist. Ein BGE-Geld.

  11. Wichtige Ergänzung : Die Wirtschaft ist ein KREISLAUF, was heisst, dass ein GE einigermassen, gut oder optimal super funktioniert "je mehr Geld im Land und in der Region bleibt" ! Es ist nun mal so, dass HEUTE nur 20 Unternehmer eine REGION aussaugen können, wenn Sie DANACH ihren Gewinn (ihre Einnahmen und Einkünfte) und ihr Geld in die Schweiz tragen – und nicht nur in Worten, sondern in ECHT und in einem Koffer ! DAS ist dann für den Staat verloren, weil keine Steuern oder Sozialabgaben UND auch für die Region — weil der UMSATZ fehlt ! und zwar MIT und auch OHNE Grundeinkommen ! Noch was. Das deutsche Wirtschaftswunder war KEIN Wunder, sondern nur die REGEL "Das Geld bleibt in einem Kreislauf erhalten !" – ganz einfach und KEIN Wunder ;-)))

  12. Das erst vor 10 Monaten gegründete Bündnis Grundeinkommen, die BGE Partei hat es geschafft als eine von den 9 in allen Bundesländern wählbaren Parteien vom Wahlleiter für die Bundestagswahl am 24. September zugelassen zu werden. Sie bietet als monothematische Partei den Befürwortern eines bedingungslosen Grundeinkommens die Gewähr, dass ihre Zweitstimme nach der Wahl von einer künftigen Regierung nur für diesen Zweck gewertet werden kann, weil mit dieser
    Stimme keine unbekannten Parteisoldaten gewählt werden sollten, die von den Parteileitungen als Stimmvieh benutzt werden können, sondern mit dieser Stimme sollte der künftigen Regierung ein Auftrag erteilt werden.
    Denn die Kandidaten der BGE-Partei kleben nicht an ihren Stühlen, wie bei fast allen anderen Parteien, weil sich diese Partei laut Satzung nach der Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens wieder auflöst.
    Dagegen sollten  mit der Erststimme – wie bisher – Persönlichkeiten des
    eigenen Vertrauens gewählt werden, die man persönlich kennt und fragen kann, wenn man ihre Politik nicht versteht.
    Es lohnt sich jetzt wieder zur Wahl zu gehen, weil man mit seiner zweiten
    Stimme etwas bewegen kann und mit der Einführung des Grundeinkommens nach den 4 bekannten Postulaten des Netzwerkes Grundeinkommen in einer Höhe, die der Leistung der deutschen Volkswirtschaft entspricht wird die Vorgabe unseres Grundgesetzes nach der Unantastbarkeit der Würde des Menschen erfüllt und
    darüber hinaus, die mit dieser Forderung verbundenen höchsten christlichen und ethischen Werte.

  13. DIE FINANZIERUNG, Geld bereitstellen, IST KEIN PROBLEM. Geld, unser elektronisches Geld (e-Geld) wird nachweislich Leistungslos ohne Arbeitskraft und Rohstoffe hergestellt als Zahl im Computer. Mehr nicht! Banken erschaffen e-Geld durch Eingabe einer Zahl in den Computer, die auf dem Konto gebucht ist und auf dem Kontoauszug sichtbar wird. Unser e-Geld muss demzufolge nicht erarbeitet werden oder einem anderen weggenommen werden durch Steuern. Das benötigte Geld für ein bedingungsloses Grundeinkommen muss nur wie Gehalt/Lohn oder Rente gebucht werden als Zahl auf dem Konto. Diese Zahl kann dann weitergebucht werden für z.B. die Miete und Energie.
    Selbst neue Schulden würden nicht für den Staat entstehen, wenn die Notenbank das e-Geld selbst schöpft und es nicht alleine den privatgeführten Banken überlässt, wie bisher. In einer freien Marktwirtschaft ist eine alleinige Geldherstellung nur durch Banken gegenüber allen anderen Marktteilnehmern zudem ein unfairer Wettbewerbsvorteil, der sowieso endlich in einer freien Marktwirtschaft bereinigt werden sollte. Unwissenheit, Gutgläubigkeit oder Naivität haben bisher unser Denkvermögen hier sabotiert.
    Wir sollten endlich erkennen und begreifen: Banken verleihen nicht Geld, sondern sie erschaffen Geld ! Bei einem Kredit wird Geld immer erst gebucht als eine Zahl auf dem Konto und danach steht es zur Verfügung oder kann es auch ausgezahlt werden als Geld!

  14. Korrekturen zu den Ergänzungen :
    1. Die steuerfinanzierten Sozialtransfers betrugen 2015 in D 175 Mrd.! Halbe Staatsgehälter (115 Mrd.) und Sozialversicherungen ( 570 Mrd.) sind KEINE Sozialleistungen, sondern erarbeitete oder ersparte Einkommen ! Sie stehen grds. für bGE nicht zur Verfügung.
    Wenn bGE die KV/PV-Kopfpauschale enthält, dann können bei Steuersatz 50 % die AG-Sozialabgaben (280 Mrd.) in die NIFT für die KV/PV-Kopfpauschale einfließen, sonst NICHT ! RV und AV benötigen dann nur noch die AN-Beiträge !
    2. Das Volkseinkommen sind die zu versteuernden Bruttoprimäreinkommen des Marktes, der Standardgrundfreibetrag ist in der Steuertabelle mit eingearbeitet. Ausnahme Steuerklasse 6 ! Die Definition war also richtig !
    Die Sekundäreinkommen werden aus den Primäreinkommen finanziert, woher auch sonst ? Sie verändern NICHT das Volkseinkommen !

  15. Von Herrn Acker als Diplom-Mathematiker hätte ich mehr Kenntnisse erwartet !
    1. Der Mittelwert Prokopfeinkommen = Volkseinkommen/Einwohner teilt das Volkseinkommen wertmäßig exakt in 2 Hälften und wird vom Markt bestimmt..
    2. Nach destatis teilen sich 45 % die untere Hälfte, 10 % die obere Hälfte.
    Weitere 40 % sind NICHT erwerbsfähig, 5 % sind erwerbsfähig, aber erwerbslos (Hartz IV).
    3. Legt man den Steuersatz auf 50 % ab dem ersten Cent und den Freibetrag auf Prokopfeinkommen = bGE/Steuersatz, dann finanzieren die oberen 10 % die 40 % NICHT-Erwerbsfähigen, die unteren 45 % die 5 % erwerbsfähigen Erwerbslosen.
    4. Diese Umverteilung von 45 % ist aber heute schon durch die Einkommensteuern und AG-Sozialabgaben gedeckt !
    Der Steuersatz wird also durch die Summe der Steuersätze beider Abgaben bestimmt, sie müssen 45 % des bGE-Volumens abdecken, z.B. 25 + 20 .
    5. Durch Besteuerung ab dem ersten Cent werden aber die Grundfreibeträge, d.h. ihre Steuerabzugsbeträge, mit ausgeliehen wie auch die KV/PV-Kopfpauschale durch die AG-Sozialabgaben, d.h. ein bGE kostet grds. nicht mehr als heute Grundsicherungen und halbe Staatsgehälter, die beide durch bGE ersetzt werden.
    Ebenfalls werden halbe Renten und halbes ALG 1 durch bGE ersetzt ! Es reichen da die AN-Beiträge. Dadurch werden die AG-Sozialabgaben frei, deshalb 50 % !

    Für die Zahlen der Einkommensverteilung die Tabelle von destatis :
    https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesamtwirtschaftUmwelt/VGR/Inlandsprodukt/Tabellen/Gesamtwirtschaft.html

  16. Würdest du zu jemanden gehen, der mehr als 4000 (meinetwegen auch mehr als 8000) Euro im Monat verdienst und ihm ein Teil wegnehmen, damit du besser da stehst? Also ich würde das nicht, weil ich das Privateigentum jeder Person schätze. Wäre ich ein Nationalsozialist würde Ich z.B. Ausländern Geld wegnehmen und es dem eigenen "Volk" geben. Als BGE Befürworter, möchte ich das besser verdienende dazu gezwungen werden mir ein Teil abzugeben, ohne das sie die Entscheidung dazu aus freien Stücken treffen. Das ist Sozialismus.
    Der Zins uns Zinseszins bringen einen extreme sich exportpotential verhaltenden Vermögenszuwachs mit sich –> das führt dazu das Reiche immer reicher werden. Trotzdem ist das BGE meiner Meinung nach keine Lösung.

    Ein Beispiel: Das BGE ist eingeführt –> höhere Steuern für Unternehmen –> Unternehmen müssen Löhne senken um marktfähig zu bleiben (wenn sie mit dem gesetzlichen Mindestlohn nicht standhalten können gehen sie pleite) –> Unternehmen wandern aus (verlegen Produktion in Billiglohnländer)
    Und dann steigt die Arbeitslosigkeit…

    Das ist meine Meinung, du kannst eine andere haben. Ich selber bin arm (für deutsche Verhältnisse) und verlange trotzdem nicht von anderen Verantwortung für mich zu übernehmen.

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