Europawahl 2019: Inga Beißwänger, Bündnis Grundeinkommen (BGE)

Inga Beißwänger, Bündnis Grundeinkommen (BGE), engagiert sich in der monothematischen Partei seit dem Herbst 2018. Jetzt tritt sie zur Europawahl auf Platz …

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4 thoughts on “Europawahl 2019: Inga Beißwänger, Bündnis Grundeinkommen (BGE)

  1. Erzähl doch mal bitte jmd den Gewerkschaften, dass wenn die Unternehmer sich aus der Verantwortung stehlen wollen, das BGE dafür sorgt, dass deutschlandweit Arbeitsniederlegung möglich sind. Die Gewerkschaften profitieren mehr als jeder andere von BGE, weil keine Streikkasse mehr benötigt wird. Ich glaube, man kann nur dagegen sein, entweder weil man es noch nicht verstanden hat; oder automatisch erst einmal dagegen ist, wenn Folgen nicht einschätzbar scheinen; oder man hat eine eigene Agenda, die dagegen spricht (z.B. Machtverhältnisse beibehalten). Denn sonst verstehe ich nicht, wie man dagegen sein kann.

    1. dass jeder der da ist von allen getragen wird, völlig paritätisch
    2. selbst wenn Personen, die nicht so gerne arbeiten weniger Anreiz hätten zur Arbeit zu gehen (es gibt Aussagen, dass mit BGE die Arbeitsmoral im Ganzen sogar steigt, nicht fällt!), durch BGE – na und? Wer nicht arbeiten will, tut es auch heute schon nicht. Aber dieser bezieht nicht notwendigerweise Alg II, sondern lässt sich von einer Apanage versorgen, oder anderen Zuwendungen – aber vlt sollten wir ja einfach alle verhungern lassen, die nicht arbeiten wollen (denn das ist in letzter Konsequenz das Resultat, wenn man ernsthaft fordert, dass wer nicht arbeitet durchaus sanktioniert werden darf)
    3. selbstverständlich keine Steuern zu erheben (das sind Bahuptungen derer, die sich dem Potenzial dieser Idee verschließen), denn man braucht selbstverständlich KEINE Billion! Diese Zahl bezeichnet den Gesamtaufwand im Jahr – aber das BGE wird monatlich ausgezahlt und ein Drittel bis zur Hälfte kommt bis zum nächten 1. zurück ins Staatssäckel über die Umsatzsteuer, also reden wir hier von 82 Mrd monatlichem Aufwand, der unmittelbar bis zur nächsten Zahlung in Teilen zurück läuft (lässt sich in meinem Blog nachlesen "BGE – die sofortige Finanzierung") (vlt ist das BGE selbst nicht die große Angst, sondern die Transition dahin – aber auch dafür gibt es bereits gut ausgearbeitete Vorschläge)
    4. zu Beginn habe ich mich gefreut, dass die SPD schon nicht mal mehr genannt wird bösegrins – aber deren Mogelpackung als BGE zu verkaufen, ist echt lustig sobald Bedingungen an diese Zahlungen geknüpft sind, handelt es sich nicht um Bedingungslosigkeit! Irgendwie trivial dieser Satz, oder. =)?

  2. leider braucht man wohl das bedingungslose grundeinkommen, damit die leute verstehen, dass sie das bedingungslose grundeinkommen wählen sollten. Leider viel zu authentisch für den normalen geist.

  3. Oh je. Was mir aufgefallen ist: Offensichtlich fehlen die Inga wichtige Kenntnisse zu den allgemeinen Gesetzmäßkeiten im Kapitalismus. Wenn ich heute einfach so ein bedingungsloses Grundeinkommen einführen würden, dann hätten auf Grund der kapitalistischen Finanzlogik, eine galpierende Inflation (Geldentwertung)! Wir hätten keine Chance das Grundeinkommen daran anzupassen. Natürlich brauchen eine soziale Grundversorgung, aber auf Kosten der Profite der Großen Konzerne und Banken. Und eine radikale Arbeitszeitverkürzung, natürlich auch auf Kosten der Profite. Das kann man aber nur durch Arbeiterkämpfe erreichen. Das Europaparlament hat eh keine Befugnisse für irgendwelche Vorschläge. Es stimmt nur darüber ab, was die EU-Kommission vorgibt. Ich empfehle dir auch mal Karl Marx zu lesen.

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