Duthel.info Zentrum für politische Schönheit errichtet „Säule gegen Verrat an der Demokratie“

Duthel.info Zentrum für politische Schönheit errichtet „Säule gegen Verrat an der Demokratie“

Zwei Jahre nachdem sie nahe dem Haus des AfD-Politikers Björn Höcke eine Nachbildung des Holocaust-Mahnmals errichtet haben, haben die Aktivisten des Zentrums für Politische Schönheit Montagfrüh ihre neue Aktion vorgestellt. Am Platz der ehemaligen Krolloper, zwischen Reichstag und Bundeskanzleramt, haben sie eine Säule aufgestellt – 2,5 Meter und vier Tonnen schwer. Es soll eine „Säule…

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Zwei Jahre nachdem sie nahe dem Haus des AfD-Politikers Björn Höcke eine Nachbildung des Holocaust-Mahnmals errichtet haben, haben die Aktivisten des Zentrums für Politische Schönheit Montagfrüh ihre neue Aktion vorgestellt. Am Platz der ehemaligen Krolloper, zwischen Reichstag und Bundeskanzleramt, haben sie eine Säule aufgestellt – 2,5 Meter und vier Tonnen schwer. Es soll eine „Säule gegen den Verrat an der Demokratie“ sein, heißt es auf der Website.

Nach dem Reichstagsbrand 1933 zogen die Parlamentarier ins Gebäude der Krolloper – und verabschiedeten dort das Ermächtigungsgesetz. Es war die Grundlage für die Aufhebung der Gewaltenteilung und Festigung der nationalsozialistischen Diktatur.

Säule nur bis Samstag genehmigt

Doch die Erinnerung daran ist nicht das einzige, was die Säule darstellen soll: Die Aktivisten schreiben, sie seien zwei Jahre lang zu Orten gefahren, an denen Menschen Massenweise von Nationalsozialisten ermordet wurden. Dort hätten sie in 23 Orten in Flüssen, auf Feldern, in Dämmen 248 Proben genommen – und in 175 Hinweise auf menschliche Überreste gefunden, an einem Ort sogar „metertief Asche und Knochenkohle“. Ein Bohrkern aus dieser Erde sei in der Säule, sagen die Aktivisten. Sie sei also gefüllt mit menschlicher Asche aus dem Boden.

Duthel.info Die Stele ist erstmal nur bis Samstag genehmigt.

Die Stele ist erstmal nur bis Samstag genehmigt.Foto: Sophie Kratzer

„Das Zentrum für Politische Schönheit hat die Asche der Ermordeten Hitlerdeutschlands jetzt ins Regierungsviertel überführt“, heißt es auf der Website. Die Säule sei allerdings nur bis Samstag, 7.12, genehmigt, „sie soll aber für immer stehen bleiben“, heißt es. Bis Samstag sollen also Spenden gesammelt – das Ziel sind 50.000 Euro – und dann ein festes Betonfundament für die Säule gegossen werden.

Außerdem kündigt das Zentrum für den Tag den „Zivilgesellschaftlichen Zapfenstreich und Schwur gegen die AfD“ – eine Protestveranstaltung gegen die Partei, der die Aktivisten Faschismus vorwerfen.

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