Die Lohntüte der Roboter – Industrie 4.0 und das Bedingungslose Grundeinkommen

Anke Domscheit-Berg (Aktivistin & Publizistin) Shaked Spier (BAG Netzpolitik) Ralf Krämer (Bundesvorstand ver.di) Moritz Fröhlich (LAG Bedingungsloses …

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28 thoughts on “Die Lohntüte der Roboter – Industrie 4.0 und das Bedingungslose Grundeinkommen

  1. Dadurch, dass sich das Kapital immer wieder eine Investitionsmöglichkeit sucht und der Kunde diese durch den Preis zu tragen hat, kann der Öko-Strom gar nicht erschwinglich und preiswert werden. Die einzige Möglichkeit zu billigem Strom zu kommen, wäre, wenn man, nachdem eine Windkraftanlage abgeschrieben (also bezahlt) ist, nur noch für die Instandhaltung und den Betrieb zahlt. Das kann nur geschehen, wenn Investition nicht mehr lukrativ ist – aus welchen Gründen auch immer.

    Die Diskussionen im inoffiziellen Teil hätten mich noch interessiert. Gibt es den irgendwo? Hast Du "Kieke ma" den Teil noch auf Platte? Könntest du den bitte hochladen? 🙂

  2. also das was der vogel da bei 1:13:30 sagt ist völliger blödsinn. er unterstellt denjenigen, die keine erwerbstätigkeit haben schon im grunde, dass sie nicht arbeiten wollen. was für ein assozialer penner. der soll mal zum amt laufen und um geld betteln. aber sicherlich kriegt der seine 7000 brutto. assi der.

  3. Die meisten Arbeitnehmer in Deutschland sind in reinen Dienstleistungsberufen (Versicherungen, Banken, Verwaltungen) tätig. Viele davon sind heute schon überflüssig und selbst die anderen werden zum großen Teil wegfallen. Da möchte ich mal den Verdi-Typen sehen, wenn 75% der Versicherungsmitarbeiter plötzlich arbeitslos sind.

  4. Industrielle Revolution 4.0  bietet die Möglichkeit einer Menschheitsutopie eine reale Gestalt zu geben:
    -eine funktionierenden Planwirtschaft (Der User am PC bestimmt den Bedarf und nicht ein Zombie-Zentralkomitee)
     -Bedarfsdeckungsgesselschaft
    -weniger Umweltbelastung 
    -weniger Arbeit = mehr Leben für den einzelnen Menschen bei gleichbleibenden oder sogar höheren Lebensstandard
    -Kommunismus ohne totalitären Überwachungsstaat 
    Nur darf diese Entwicklung nicht den Konzernen und dem Geld überlassen werden.
    Das endet in einen System das dem 3. Reich nicht nur das Wasser reichen kann.

  5. Längerfristig hilft nur das Beamtenrecht für alle Roboter. Danach wäre die Selbstorganisation mittels einfacher Adoption der Bürger, sowohl "neoliberal" als auch marktkonform hinnehmbar.

  6. 11:30 circa… Der Haupttreiber des Arbeitsplatzverlustes ist nicht die Robotisierung. Zu welchem Zweck werden Maschinen denn eingesetzt? Um die Arbeit zu erleichtern? Wohl kaum. Um produktiver zu werden! Logisch… Produktiver, als der Konkurrent und dadurch billiger. Um sich gegenüber der Konkurrenz einen Marktvorteil zu verschaffen. Wer das unterschreibt, kann nun nicht mehr sagen, dass die Robotisierung der Haupttreiber des Arbeitsplatzverlustes ist, sondern die Konkurrenz, der Wettbewerb.

    Der Lohn ist nichts weiter, als ein Kostenfaktor, der den Profit schmälert und der, wie jder andere Kostenfaktor auch, möglicht gering ausfallen soll. Und dazu gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder den Lohn so zu drücken, dass er kaum mehr ins Gewicht fällt, wo dann auch Robotisierung nicht mehr nötig ist und sich sogar gar nicht mehr rechnet, oder den Lohnarbeiter möglichst durch Maschinen zu ersetzen. Robotisierung ist also nicht die Ursache von Arbeitsplatzverlust, sondern die Folge einer Wirtschaftsweise, in der es um nichts anderes geht, als Profit zu erwirtschaften.

    Wenn man schon so grundlegend Ursache und Wirkung verwechselt, kann nix gescheit's mehr rauskommen. Und so ist es eben auch, dass kein einziges Modell an diese Ursache rangeht. Das BGE wäre am Ende entweder nicht finanzierbar, oder es wäre mehr oder weniger das alte Sozialstaatsmodell – eine Art Hartz4 ohne Sanktionen. Und darum den ganzen Wirbel? Ich werd's nie verstehen…

  7. Nur der allererste Redebeitrag von dem Ralf Krämer…da kommt mir schon die Galle hoch(ohne den Rest bislang gesehen zu haben) Was für ein dämliches Geschwätz…uns geht nicht die Arbeit aus? (nee heute und morgen noch nicht besonders solange man die Leute für niedrigste Dumpinglöhne schuften lassen kann! abgesehn von der weiter zunehmenden Automation Stichwort Robotik etc.) Der Verwaltungsaufwand und die Kontrolle des ganzen wäre viel zu gross?…Schwachsinn!…wenn es jedem zusteht gibt es nicht mehr viel zu kontrollieren und der Aufwand der bislang betrieben wird um ALG2 Empfänger zu kontrollieren und zu demütigen ist um ein vielfaches höher es würde etliche Menschen von Arbeit befreien(sämtliche Jobcenter wären plötzlich Obsolet!) was das allein an kosten einsparen würde wäre immens und es würde noch viel mehr Menschlichkeit freisetzen!…wenn man nicht mehr gezwungen wäre jeden Job für niedrigste Bezahlung anzunehmen würden auch automatisch die Löhne wieder steigen müssen. ..das nur mal so auf die schnelle aus der Hüfte als Antwort auf die dämlichen Sprüche eines Verdi (!) Vorstands…da fällt einem doch beinahe der Kaffee aus der Hand wenn man solch einen Müll hört (ein Schelm der böses dabei denkt!!)…man könnte ja mal fragen wessen Interessen dieser Mensch hier vertritt bzw. auf wessen Lohnliste er steht? Er stellt in abrede das es funktioniert das man damit NICHT die Machtinteressen des Kapitals zurückdrängen kann??…Was geht in einem doch eigentlich den Arbeitnehmern verpflichteten Kopf vor??……..böse Zungen behaupten einige hätten den (Kopf) nur zum Haareschneiden (oder dienen inoffiziell noch einem andern Herrn)…. Weil man genau mit dem Bedingungslosen Grundeinkommen die Machtinteressen des Kapitals zurückdrängen könnte und die Position der Arbeitnehmer für Lohnverhandlungen und Arbeitsbedingungen immens stärken würde.

  8. Wie?, so weiterarbeiten alles wie vorher? Wir brauchen andere Arbeit, neue Arbeit, aufräumen, reparieren alles was wir auf der Erde zerstört haben muss repariert werden – die Meere putzen!

  9. Lieber Gewerkschafter, bitte kündige einmal Deinen Job, melde Dich beim Jobcenter arbeitslos. Dann werden die Dir schon erzählen was die von Deiner FREIEN ARBEITSPLATZWAHL halten. Du musst JEDEN Job annehmen, egal was es für ein Job ist, egal wie hoch der Job bezahlt wird, da die unbedingt wollen das Du da ganz schnell wieder verschwindest. Und wenn die Dir im Jobcenter ein Vorstellungstermin für eine Zeitarbeiterklitsche geben, wo Du dann z.B. 40 oder 50 Stunden die Woche im Callcenter für 9,00€ sitzt und Dich mit wütenden Kunden auseinandersetzen musst oder ein Vorstellungstermin in der Reinigungsbranche für 8,84€ die Stunde im ACCORTLOHN geben und Du da nicht hingehst und Dein Bestes gibst das Du den Job auch ja bekommst, bekommst Du erstmal eine 30%ige Kürzung Deines Hartz 4 Satzes von 409€. Den interessiert das ein Feuchten ob Du Ingenieur, Arzt oder Architekt bist, DU hast ALLES ZUMUTBARE zu unternehmen um Deine Hilfsbedürftigkeit zu beseitigen! Also vergiss mal ganz schnell den Mythos von "Wir haben ja hier noch immer die FREIE ARBEITSPLATZWAHL" und auch den gleichen Mythos von "Die Würde des Menschen ist unantastbar". Deine Würde darfst Du nämlich beim Betreten des Jobcenters erstmal an die Garderobe abgeben. SO sieht das hier in Deutschland nämlich aus, wenn man Erwerbslos ist oder wird, aus welchen Gründen auch immer.

  10. Sehr interessante Podiumsdiskussion! Vielen Dank für's Hochladen. Habe es erst jetzt entdeckt. Von Frau Domscheit-Berg und Herrn Fröhlich werde ich mir noch mehr Infos holen.

  11. Die meisten Kritiker und selbst Befürworter des BGE kapieren nicht, das es keinesfalls darum geht, ob jemand nach Erhalt der 1.000€ – die viel zu wenig sind – noch weiterhin arbeiten geht oder nicht; sondern das dies eine Absicherung darstellt. Insbesondere für alle diejenigen, welche arbeiten. Somit wüssten Sie, das 1.000€ gesichert dazukommen. Und gerade für Beschäftigte einer Behinderten-Werkstatt, die lediglich Grundsicherung-Niveau erhalten, wäre so etwas ein unglaublich grosser Fortschritt

  12. Wo kommt das Geld her? Nun, Geld ist eine Erfindung von Menschen und fiel nicht vom Himmel. Es ist frei verfügbar und kann somit verteilt werden. Vernünftig bezahlt zu werden ist ebenfalls ein Menschenrecht (!) Hinter dem Kapitalismus und Neoliberalismus steht ein falsches Menschenbild, und der momentane Wettbewerb wird nicht nur uns selbst zerstören, sondern gleich die Natur mit

  13. Der Gewerkschafter erklärt das Funktionieren des Kapitalismus. Das weißt die Gewerkschaftbewegung doch schon seit 100 Jahren und seit dieser Zeit steigt sie immer wieder mit dem Kapital ins Bett, mauschelt was das Zeug hält, beschwichtigt die Arbeitnehmer ob seines großen Erfolges. Schauen wir uns die Gewerkschaften heute an, sie vertreten nur noch das Premiumsegment das ihnen die Gehälter finanziert. Mit solch einem Hintergrund kann man auch keine Visionen haben wie die Zukunft des Individuum, seine Selbstbestimmung, voranschreiten soll.

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