Butterwegge vs Precht – Grundeinkommen (komplett)

07.06.18 Der Philosoph Richard David Precht wirbt für ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle. Verteilungsgerechtigkeit ist auch das Lebensthema des …

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34 thoughts on “Butterwegge vs Precht – Grundeinkommen (komplett)

  1. Das wird es in absehbarer Zeit nicht geben. Die Ämter (vor die Bundesarbeitsagentur) wird weder Stellen noch Einfluss abgeben. das
    Wort Gerechtigkeit ist politisch nur ein manipulativer Begrifft.

  2. Herr Precht hat einen klaren, realistischen Blick. Herr Butterwege verharmlost und
    labert Wahrheiten ins Aus. Butterwege wirkt abgeflacht und sehr, sehr wenig differenziert.

  3. Ich gebe Precht recht..die meisten HASSEN Ihren Job und Ihre CHEFS..Sinnstiftend? 90 % der Werktätigen würden bei einem Lottogewinn Ihren Job morgen an den Nagel hängen……Fragen Sie mal einen Müllmann, Schichtarbeiter, Fabrikarbeiter, Lagerarbeiter, knallharten Strassenbauer oder Pflegekräfte, Altenpfleger wie SCHÖN ihre Arbeit ist……

    Precht ist ein THEORETISCHER Dummschwätzer der wie ALICE im WUNDERLAND kein BEZUG zu den REALEN HARTEN LEBEN bezug hat….Selber verdient er wahrscheinlich monatlich 10.000 € Netto Einkommen….darf er überheblich die 1.500 € in die Welt bringen…..einer der in München, Frankfurt, Berlin, Düsseldorf etc..in Städten und Metropolen wohnt mit Gentrifizierung reichen die 1.500 ,– € nicht aus. Grundeinkommen für alle 2.000,– € NETTO dann ja…..das ist GERECHT!!!!………viele Fahrer, Lagermitarbeiter und 2/3 der Rentner mit weniger als 1000,– € Rente müssen zur Tafel und zusätzlich Wohngeld beantragen und Flaschen sammeln um über die Runden zu kommen. …und da reichen halt in der Stadt die 1.500 € nicht aus….auf dem Land in Ostdeutschland ja aber nicht in den Städten !!!

  4. Da haben sich ja zwei Linke zusammen mit einer linken Moderatorin im Streit darüber getroffen, wer der Linkeste ist. Das bringt uns nicht weiter. Ich fände politisch und ökonomisch ausgewogenere Diskussionsrunden hier fruchtbarer.

  5. Butterwegge ist klar fachlich kompetenter und hat völlig recht. Prechts Bedingungsloses Grundeinkommen hätte fatale Folgen und wäre sehr viel dramatischerer Sozialabbau als die Agenda 2010. Und dieser Sozialabbau wird von Precht damit begründet, dass er weiß wie die Zukunft aussieht, sie äußerst pessimistisch sieht und quasi sagt lieber jetzt einen dramatischen Sozialabbau als in der prophezeiten Krise nichts mehr zu haben.
    Das ist als würde ich meinen Arbeitgeber sagen "halbiere mein Gehalt" weil ich die Hoffnung habe, dass er mich in einer eventuellen Krise dann nicht kündigt.
    Zudem würde sich der Markt anpassen, die Preise würden steigen! Wenn jeder der arbeitet plötzlich ein zweites Gehalt von 1500 Euro zusätzlich bekäme steigen selbstverständlich die Lebenshaltungskosten. Und zu den sozialistischen Phantasien. Es gibt keinen demokratischen und humanen Sozialismus. Sozialismus wird immer totalitär und diktatorisch sein und wer sich nicht fügt landet im Gulag. Warum wohl war kein real existierender sozialistischer Staat je erfolgreich und warum haben die Menschen sich davon befreit?

  6. Man sollte sich von Butterwegges Kommunikationsverhalten nicht darin trüben lassen, dass auch er sehr gute Argumente hat. Schade, dass Butterwegge und Precht nicht versuchen, aus ihren Ideen eine gemeinsame Stoßrichtung zu formen. Beide sehen wichtige Chancen und Risiken in den Argumenten des anderen. Diese beiden Köpfe sollten ihre Ideen fusionieren.

  7. 1:0 für Precht. und das sage ich als Gegner des BGE, weil ich nicht daran glaube, daß der Staat keine Bedingungen stellt, und den Bürger abhängig machen will. Aber der Ex-SPD-Mann Butterwege überzeugt nicht wirklich. Es gäbe genug andere Gegner, die man hätte fragen können.

  8. Kinderkriegen darf keine Erwerbstätigkeit sein. Das habe ich immer schon gesagt. Mit Prechts Modell wären all die Machtstrukturen innerhalb der Beziehungen von Männern und Frauen passé. Auch Familiengründung wäre wieder eine Sache von zwei Erwachsenen, die zusammenleben und lieben wollen. Heute ist Familie ja oft eine elegante Möglichkeit für Frauen, sich einen schlanken Fuß zu machen.

  9. Butterwegge ist einfach nur peinlich populistisch und geht einfach null auf irgend etwas ein. RDP hatte ja gefühlt nur 5min Redezeit. Da hätte die Moderatorin vielleicht mal eingreifen sollen.

  10. Mein linkes Herz rebelliert auch gerade: ich muss gerade an eine alleinerziehende Mutter denken mit ein oder zwei Kindern, die keine Arbeit hat… nee, Herr Precht, SO NICHT! Das ist kinderfeindlich. Darunter leiden dann vor allem die Kinder! Kann es sein, dass Herr Precht da Vorurteile im Kopf hat gegenüber Hartz4-Empfängern und denkt, dass jeder Hartz4-Empfänger aus Spaß 5 Kinder in die Welt setzt?!

  11. "nicht der Bankdirektor oder der Top Manager erbringt Leistung, sondern die Krankenschwester"
    Das ist ja mit Abstand eines der besten (weil entlarvensten) Zitate von Herrn Butterwege:
    1) Wie er hier in seiner ideologischen Denkweisen öffentlich einen Graben vertiefen will, zwischen diesen beiden Gruppen. Natürlich erbringen doch alle genannten Gruppen eine Leistung, diese ist doch einfach nur unterschiedlicher Natur, weshalb Sie weder objektiv auf noch abgewertet werden kann.
    2) Herr Butterwege hat trotz seiner universitären Ausbildung und seines Wirkens als Professor einen ganz grundsätzlichen kausalen Zusammenhang nicht verstanden, nämlich die Reihenfolge der Wertschoepfung. Natürlich müssen wir zuerst einmal das Geld durch Wertschöpfung in der Realwirtschaft verdienen, bevor wir es z. B. in den Gesundheitssektor geben können. Nun einem Top Manager der beispielsweise ein großes Unternehmen führt und damit für möglicherweise tausende Arbeitgeber die Rahmenbedingungen schafft, diese Wertschöpfung zu betreiben, jegliche Leistung abzusprechen, ist in diesem Zusammenhang komplett unsinnig. Seine Aussage schlägt in die Kerbe der Neiddebatte, dass alle Manager im Prinzip faul sind und sich am Ende vom Jahr die Millionen Boni genehmigen. So spaltet man eine Gesellschaft, was nicht heißen soll, dass man nicht auch darüber diskutieren kann, ob die heutr oft vorherrschende Bezahlung für das Management angemessen ist.
    Zusammen mit seiner für mich sehr unangenehmen und zeitweilig auch enorm unhöflichen Diskussionskultur, ist dieser Mann in meinen Augen einer Professur wirklich unwürdig.

  12. hab butterwegge in einer anderen diskussion schon unausstehlich gefunden, das hier bestätigt diesen eindruck ja brutal. keine sachliche diskussion, respekt an precht, hätte ihn irgendwann mal gebissen.

  13. Ich verstehe Precht da nicht. Grundeinkommen ja, aber bedingungslos ist ein schlechtes Wort. Grundeinkommen ist Grundeinkommen.
    Dann hat Butterwegge volkommen recht – 1.500 € ja, aber nicht ohne Bedarfsgerechtigkeit. Ausserdem gehört zum GE auch ein passendes Steuersystem.
    Eine Möglichkeit wäre, vereinfacht:

    Nicht Erwerbsfähiger: Einkommen keins, GE 1.500€; keine Steuersätze ausser Mwst.
    Geringverdiener: Einkommen bis 400€, GE 1.100+€; keine Steuersätze ausser Mwst.
    Angestellte etc.: Einkommen unter 1.500€, wird aufgestockt bis 1.500€; Abgaben wie bisher und Mwst.
    Rentner etc.: Rente unter 1.500€, wird aufgestockt bis 1.500€; Abgaben wie bisher und Mwst.
    Angestellte, Beamte etc.: über 1.500€; kein GE Abgaben/Steuern wie bisher und Mwst. (u.a. Staatsdienst und zugehörige Vergünstigungen)
    Alle ab 10.000+€ monatlich; Einkommenssteuer 50% + Mwst. usw. (diese zahlen ja i.d.R. alles selbst, privat versichert, etc.)
    sowie:
    Maschinensteuer wird wichtig sein, um kleine und mittere Unternehmen zu schützen und konkureznzfähig zu halten, die sich Automatisierung / Digitalisierung nicht leisten können.
    Gesetzliche KV muss erhalten bleiben. Sonderbedarf bei schwerer Erkrankung usw. sollte der Staat ermöglichen (geht auch heute über übliche Sozialleistungen hinaus).
    Mindestlohn bleibt gesetzlich garantiert.

    Also im Grunde, alle Einkommen die besteuert werden dürfen, bei max. 50% (da sind wir jetzt schon fast, wobei die "Mittelreichen" weniger zahlen als die "Oberreichen"); aber Einkommen ohne Steuer ja i.d.R bereits 50% Abgaben leisten. (Brutto/Netto) Das Problem ist, dass die Reichen im Grunde hohe Steuern zahlen, aber das Wissen und die Möglichkeit haben es zur Seite zu schaffen. Das Problem haben wir aber im jetzigen System, nicht erst bei einem Grundeinkommen.

    Wenn das GE gestaffelt ist, wird es weniger Kosten als Precht ansetzt; bei rund 1 Billion ist es gleich teuer wie das derzeitige Sozialsystem insgesamt, aber nur wenn man es allen voll zahlt (was nicht sein muss); es würde aber viele Zahlungen wie Kindergeld, HartzIV, Sozi/Renten-Sozi usw. ersetzen. Ausserdem fallen alle Unterhaltskosten für den Sozialstaat (Ämter) weg.

    Gleichzeitig würden durch passende Steuersätze mehr Mittel ferfügbar werden, die man anderweitig verwenden kann. Ein Teil des Geldes geht ja direkt an den Staat zurück, andere Teile indirekt; d.h. die tatsächlichen Kosten sind geringer. Wir haben es hier ja mit einem Kreislauf zu tun, das GE ist nur ein anderer Geldkreislauf.

    Ich denke, ein starker Faktor der das GE blockiert, ist das Klientel der Staatsangestellten und Beamten in den Ämtern und drum herum, die ihren Lebensunterhalt damit verdienen, denen die zu wenig haben möglichst kompliziert und umständlich das wenige Geld zukommen zu lassen, das sie letztlich sowieso benötigen. Das ist sehr ineffizient!
    Die meisten übersehen, dass die tatsächlichen Sozialleistungen nur einen Bruchteil der Kosten ausmachen.

  14. Also mein Rechner sagt: 1.500€ x 12 Monate x 60.000.000 Bürger = 1.080.000.000.000€ im Jahr. Also 1,08 Billarden oder 1.080 Milliarden.

    Wichtig: Wenn man das GE Bedarfsgerecht staffelt, kostet es evtl. nur die Hälfte – oder nichtmal das! Es geht ja nur darum, dass jeder mindestens 1.500€ hat, wer mehr verdienen, kann sich freuen und braucht im Grunde kein GE.

  15. Butterwegge sollte echt mal zuhören und vielleicht mal das Maul halten. Natürlich sollten Leute nicht Kinder in die Welt setzen wenn sie nicht einmal die Verantwortung übernehmen können. Das würde ich Kinderschutz und nicht Bevormundung nennen. Kinder in solchen Verhältnissen sind haben eher eine sehr schlechte psychische Gesundheit.

    Vielleicht könnte die Moderatorin mal Ihre Arbeit machen und die Diskussion Leiten !!!

    Ständig labbert der Depp von unrealistisch. Real wird was man sich vorstellen kann ! Wenn man sich halt nichts vorstellen kann, bleibt man in seiner Sicht verhaftet.

    Das aller schlimmste ist wenn man nur mit lautstark argumentieren kann. Unterstes Niveau !!!

  16. erstaunlich wie hier auf butterwege reagiert wird. Für mich seine seine Ausführungen logisch, strukturiert und nachvollziehbar. Butterwege argumentiert mit fakten und zeigt Schwachstellen auf. Precht dagegen greift in fast jedem statement sein gegenüber persönlich an anstatt dabei zu bleiben seine sichtweise zu verteidigen. Aus meiner Sicht ist precht derjenige der weniger diskussionsfähig ist.

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