Bildungsgespräch mit Richard David Precht Januar 2016

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29 thoughts on “Bildungsgespräch mit Richard David Precht Januar 2016

  1. 53:34 es stellt sich die Frage, ob die Gesprächsgäste verstehen, um was es in der heutigen Zeit wirklich geht… es geht darum… eine schnelle Auffassungsgabe zu haben, neues schnell aufnehmen und anwenden zu können… das einmal lernen und dann lebenslang behalten ist in er heutigen Zeit mit dem ständigen Wandel kaum noch wirklich das zentrale Thema.

  2. 36:52 in Deutsch macht man sprachlich nicht so ein Unterschied… iin lateinischen Sprachen unterschreidet man, zBsp. französisch…. je peux jouer le piano (ich kann piano spielen, weil hier ist ja ein piano) und je sais jouer le piano (ich bin Pianist).

  3. Liebe war auch nach Gesellschaft immer was anderes, erst in der Zeit mit Romeo und Julia kamen die Ideen einer romantischen Liebe auf, die nur gibt, auch die christliche Liebe hatte ja auch schon solche Momente. Das sich zu Markte tragen hatte auch schon in der Agrar und Ständegesellschaft seine Bedeutung – nämlich in der Vorteilhaft geheiratet werden musste.

  4. Schiller,oh ja. Wahrheit ist im falschen System ein echtes Problem. Goethe konnte sich winden wie ein Aal. Die Fahne im Wind. Schiller war besser. Goethe war raffinierter. Was ist mehr wert? Ich urteile nicht. Brauch keine Probleme.

  5. Liebe ist Zurechtbringen und der daraus resultierende Erfolg. Ja Prostitution, du machst dich zur Ware. Alles was du kaufen kannst ist Ware.Ware hat einen Preis. Der Rest einen Wert!!! Knallhart gesagt, willst du nur ficken, brauchst du eine Hure. Willst du leben, brauchst du eine Frau. Weißt du nicht ob du Mann oder Frau bist, hast du ein echtes Problem, dir aufschwätzen lassen. Genderidiotie

  6. das Thema ist alt und trotzdem noch aktuell, wohne selber in einem sächsischen und durchaus "sehr buntem" Viertel. Und kann auch nach den Jahren des Kennenlernens nur sagen, es gibt immer Leute, die sich anpassen wollen …. und ja, das fängt schon bei der Sprache an, wer das schon nicht will, hat keine Notwendigkeit, sich anpassen zu wollen. Ergo werden diese Menschen immer Schwierigkeiten in unserer Kultur verursachen. Sind bei uns leider immer wieder Syrier, die am meisten negativ (aufgrund Vergewaltigung und ich nix verstehen) auffallen. Die gehören einfach abgeschoben. Wer sich nicht anpasst, (und da gehe ich sehr von mir selber aus, wenn ich irgendwohin flüchte, aus welchen Gründen auch immer, dann versuche ich, mich der jeweiligen Kultur anzupassen) dann haben sie kein wirkliches Problem, sondern sind nur Arschlöcher. sorry… die gehören abgeschoben in ihr eigenes Land! Entweder habe ich ein Problem und suche Unterkunft und bin bereit, mich da anzupassen oder aber, das habe ich nicht nötig, dann haben sie hier nix zu suchen.

  7. Dieser unsägliche Gesprächspartner von Precht sollte einfach ins Altersheim gehen und die Öffentlichkeit von sich verschonen. Er kann sich verbal weder formell ("ähh, äähm") noch materiell (sinnfreie Abschweifungen in Reihe, sinnlose Wortgebräuche) ausdrücken, noch kann er einen klaren Gedanken fassen und diesen dann auch verfolgen. Moderieren, oder Präsentieren kann er auch nicht. Und er geht auch nicht zum Friseur, so dass er auch aus optischen Gründen nichts vor einer Kamera zu suchen hat. Unerträglich der Mann.

  8. Bildung: Was muß man sein, um Mensch zu sein (Kant)

    Dies ist eine Geschichte über den Rohstoff Bildung, der in diesem Lande in Sonntagsreden gerne als „unser Wichtigster“ bezeichnet wird, um ihn dann montags wieder zu vergessen. Diese Geschichte könnte mit einem jener italienischen Städtenamen beginnen, die zum Synonym dieses Zustandes wurden – Pisa und Bologna. Oder mit einer der vielen Zahlen, die die Bildungsökonomen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) regelmäßig veröffentlichen. Doch sie beginnt besser mit einem Herren, der selbst erlebt hat, wie mutwillig dieser Rohstoff verknappt wird: Benedikt Herles, Spross einer angesehenen Großbürgerfamilie, dem die Welt offenstand, der renommierte Hochschulen besuchte und bei einer der besten Beratungsfirmen der Welt anheuerte, um schließlich noch vor seinem 30. Geburtstag aus diesem Musterweg auszubrechen (Benedikt Herles: Bildung – Generation Halbwissen)

    Keine Debatte über den Zustand der Welt:
    Statt der erhofften Debatten über den Zustand der Welt und die Beziehung des ICH zur Welt im Sinne der Aufklärung (Kulturphilosophie als Lebensphilosophie: Nur der ästhetische Mensch ist ein freier Mensch) erlebte er Professoren, die Formeln weit entfernt jeglicher Realität lehrten, und junge Berater, die „wie trainierte Affen vor den aufgeklappten Rechnern“ saßen. Er sagt heute, er habe Nachwuchskräfte erlebt, die „ihre eigene Beschränktheit für rational halten“. Was fehlt ihnen? Bildung!!! Denn „gegen Information hilft nur Bildung“, so der Humanbiologe Hubert Markl. Oder, anders ausgedrückt: Die Gefahr, die aus Informationen sich herleitet, lässt sich nur unter Einsatz eines gesunden Verstandes, der rationalen Analyse, vermeiden. Bildung ist also mehr als Wissen. Sie ist „Lebensform und hat zu ihrem Rückgrat Disziplin als Denkenkönnen und zu ihrem Raum geordnetes Wissen…“ (Karl Jaspers; Die geistige Situation der Zeit, 1930 geschrieben und heute wieder brandaktuell)

    Die Bildungsidee Wilhelm vom Humboldts:
    Wilhelm von Humboldt will den ganzen Menschen bilden: Verstand, Gefühl, Fantasie, die Verknüpfung des Ichs mit der Welt, (Persönlichkeitsbildung) und, vor allem, humanistische Bildung von der Ausbildung für Beruf oder Funktion in der Gesellschaft klar trennen: Erst wenn der Mensch Persönlichkeitsbildung durch Vervollkommnung des Ich´s erfahren hat, wird er für einen Beruf oder eine gesellschaftliche Funktion ausgebildet. „Bildung sei eben mehr als Wissen“, so der Kölner Literaturwissenschaftler Wilhelm Voßkamp. „Menschen bilden, nicht Sklaven eines bestimmten Berufs oder Marionetten einer bestimmten Konfession“ sei das Ziel der Bildung, so Wilhelm von Humboldt. Gegen staatliche Festlegung des Bildungsprogramms hatte von Humboldt deshalb Bedenken: „Ideen zu einem Versuch, die Grenzen der Wirksamkeit des Staates zu bestimmen“ schrieb er im Geiste eines liberalen Humanismus 1792.: „Der wahre Zweck des Menschen ist die höchste und proponierlichste Bildung seiner Kräfte zu einem Ganzen“. Griechisch: Scholé = Schule = Freizeit, die jeder nach eigenem Ermessen nutzen sollte, und nicht staatlich oktroyiert (Schulpflicht mit verordnetem Bildungskanon), weil im eigenen persönlichen Interesse liegend: Bestimme Dich aus Dir selbst, sagt Kant und „Es liegt am Menschen und nicht an einem dunklen Verhängnis, was aus ihm wird“, schreibt Hannah Arend in einer Schrift zur Ethik.. Unsere Bildungssysteme sehen heute so aus: Einpauken von Wissen und Fakten und Wiedergabe auf Anforderung gilt als intellektuell – die Entdeckung und Entwicklung des Geistes der Edukanden aus eigenem Antrieb sitzt auf der letzten Bank: Es gilt immer noch der Satz von Friedrich Nietzsche aus dem 19. Jhd: „Also meine Freunde, verwechselt mir diese Bildung, diese zartfü¬ßige, verwöhnte, ätherische Göttin nicht mit jener nutzbaren Magd, die sich (….) auch die „Bildung“ nennt, aber nur die intellektuelle Dienerin und Beraterin der Lebensnot, des Erwerbs, der Bedürftigkeit ist“: Es herrscht das (profane) Bedürfnis und beugt die gesunkene Menscheit unter sein tyrannisches Joch, schreibt Schiller in einem Brief zur ästhetischen Erziehung des Menschen. Und was sagt die Politik dazu? Von Humboldt sei tot: Politik und Wirtschaft (Lobbyismus) haben ihm seit 1835 in unserem Bildungssystem Hausverbot erteilt. Der „Mann ohne Eigenschaften“ ist gefragt, der Massemensch, der keine Anstrengung mehr ohne konkreten Zweck macht und humanistische Bildung als Ziel hat für ihn keinen Wert, weil sie keine Rendite abwirft.

    Die gescheiterte Aufklärung:
    Die Pläne von Humboldts sind nach seinem Tode (1835) am preußischen „aufgeklärten Absolutismus“ erstickt. Europa hat es mit zwei Weltkatastrophen bezahlt. Auch hier ein Mangel an Breitenbildung als Ursache: Kulturloser preußischer Hurra-Patriotismus; Der „Weltgeist“ des deutschen Idealismus, die absolute Dominanz der Politik, ohne zu fragen warum (Helmuth Plessner; Die verspätete Nation), hat die Deutschen seit 1871 fest im Griff. Hitler wurde so möglich. Und Schiller hat es geahnt: Mit dem heiseren Schrei nach Freiheit wird man den Gürtel der Scham zerreissen, heisst es im „Spaziergang“. So ist es auch gekommen: Die Aufklärung ist gerade dort gescheitert, wo sie ihre besten Früchte hervorbrachte. Und vor der Kulisse des totalen Zusammenbruchs jeder Kultur schreiben Horkheimer/Adorno nach dem zweiten Krieg in der „Dialektik der Aufklärung“: „Seit je hat Aufklärung im umfassenden Sinn fortschreitenden Denkens das Ziel verfolgt, von den Menschen die Furcht zu nehmen und sie als Herren einzusetzen. Aber die vollends aufgeklärte Erde strahlt im Zeichen triumphalen Unheils“. Hitler war kein Zufall, verrät der Historiker Heinrich August Winkler erst 2016 dem Parlament, sondern ein Problem mangelnder Breitenbildung durch alle gesellschaftlichen Schichten (Götz Aly, Europa gegen die Juden), das auch heute noch mit gleicher Flamme zündelt. Den Weg vom Mythos (dem Glauben) zum Logos (der rationalen Analyse) der Griechen aus der „Achsenzeit“ (Karl Jaspers) scheinen die Deutschen so falsch interpretiert zu haben wie Oidipus das Orakel von Delphi. Das führte sie geradewegs in die Hölle. Friedrich Nietzsche hat es auf eine Kurzformel gebracht: Goehte (Symbol der Kultur der Aufklärung) sei an den Deutschen völlig spurlos vorüber gegangen. Und Brecht hat ein Jahrhundert später nachgeschoben: Oh Deutschland, du bleiche Mutter…… Auf die die zivilisierte Welt auch heute noch mit Skepsis blickt, wie die Europa-Diskussion zeigt. Die von Schiller geforderte „ästhetische Revolution“, in der Schönheit (Symbol autonomer moralischer Freiheit oder Selbstdarstellung der praktischen Vernunft) vor äußerer Freiheit geht, blieb auch hier aus: Aber nur der ästhetische Mensch ist ein freier Mensch, weil nicht Objekt seiner Triebe. Und so müssen wir heute noch mit der Frage, die er kurz vor seinem Tode in einer Schrift zur Aufklärung gestellt hat, leben: Warum sind wir immer noch Barbaren?

    Ja, Warum?
    Heute ist vor allem die „Wirtschaft“, die in den „Parteidemokratien“, wie sie Soziologen verschämt nennen, die Gesetzgebung vorbehaltlos bestimmt (Lobbyismus), gegen jede Reform des Bildungssystems aus der einfachen Erkenntnis: Dumm vermarktet sich besser. Der Gebildete kauft nicht, so der Neurologe Gerald Hüther. Aber die Handlanger der Wirtschaft werden über Parteilisten in die Institutionen des Staates (Legislative, Administrative und Jurisdiktion) gebracht und ermöglichen die klassische imperial-kapitalistische Arbeitsteilung zwischen Politik und Wirtschaft: Halt du sie dumm, ich halt sie arm. Und das sieht in Deutschland so aus: Bei Steuern und Abgaben liegt es in der Spitzengruppe und bei Bildungsausgaben am untersten Rand – weltweit. Eine Bildungsreform für eine menschenwürdige Gesellschaft darf sich aber nicht in einer Erneuerung der Bausubstanz der Bildungseinrichtungen erschöpfen, solange der Satz, den Cicero vor 2000 Jahren in die Welt rief: Cultura autem animi philosophia est – hier so gelesen wird: Kultur sei Pflege der Geistlosigkeit im Interesse der Rendite: Und so triumphiert heute mehrheitlich die egoistische Konsumkultur einer Spaßgesellschaft („Kraft durch Freude“ nannte sie ein Rechtsvorgänger derzeitiger Politik), von den politischen Parteien vorgelebt (mit Korruption und Lobbyismus) und der altruistische Individualismus der NGO´s übt sich im kurieren von Symptomen einer völlig überholten Gesellschaftsordnung: Kultivierung der geistigen Perspektivlosigkeit als Bildungsziel ist kein gutes Omen, aus dem eine Demokratie erwachsen soll.

    Konsequenz:
    Eine Bildungsreform, die diesen Namen verdient, muß dem Geist wieder die Herrschaft über den Körper verschaffen (durch die Kraft unsterblicher Seelen (Platon) oder die Erkenntnis des Aristoteles: „Es ist der Verstand, der den Menschen zum Menschen macht“ und die Vernunft, die ihn leitet, fügt Kant hinzu). Und ihn aus der bloßen, zweckgerichteten Dienerschaft des Leibes, in der er heute in der Regel steckt (mit dem Willen zur Macht als einzigem moralischen Prinzip) befreien – also Geist mit Natur und das Ich mit der Welt verbinden. Nicht eine Verherrlichung des Lebens auf Kosten des Geistes (Friedrich Nietzsche), sondern eine Vergeistigung und Humanisierung des vitalen Lebens (Thomas Mann) ist dringend geboten. Anders ist eine humanistische Gesellschaft nicht möglich und damit auch keine Demokratie im Wortsinne.

  9. Ich kann Leute nicht ab die mit blumigem Geschwätz und Prosa ihren Intellekt zeigen wollen und dann ewig ihren Geist nach Fachterminologie durchsuchen müssen, um den Anschein zu wahren sie hätten Bildung. Hätte der ältere Herr sich der einfachen deutschen Sprache bedient und konkret zum Ausdruck gebracht was er vermitteln will, hätte er sicher wesentlich flüssiger geredet und verständlicher. Da lieb ich mir den Herrn Precht, der einfach erklärt was er meint, so dass es jeder verstehen kann, gerade weil er dabei etwas schneller reden muss um die Ausführung des Inhalts zu kompensieren. Trotzdem Daumen hoch wegen der Wichtigkeit des Themas.

  10. Bildung: Generation Halbwissen

    Dies ist eine Geschichte über den Rohstoff Bildung, der in diesem Lande in Sonntagsreden gerne als „unser Wichtigster“ bezeichnet wird, um ihn dann montags wieder zu vergessen. Diese Geschichte könnte mit einem jener italienischen Städtenamen beginnen, die zum Synonym dieses Zustandes wurden – Pisa und Bologna. Oder mit einer der vielen Zahlen, die die Bildungsökonomen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) regelmäßig veröffentlichen. Doch sie beginnt besser mit einem Herren, der selbst erlebt hat, wie mutwillig dieser Rohstoff verknappt wird: Benedikt Herles, Spross einer angesehenen Großbürgerfamilie, dem die Welt offenstand, der renommierte Hochschulen besuchte und bei einer der besten Beratungsfirmen der Welt anheuerte, um schließlich noch vor seinem 30. Geburtstag aus diesem Musterweg auszubrechen.

    Keine Debatte über den Zustand der Welt

    Statt der erhofften Debatten über den Zustand der Welt im Sinne der Weimarer Klassik (Kulturphilosophie als Lebensphilosophie) erlebte er Professoren, die Formeln weit entfernt jeglicher Realität lehrten, und junge Berater, die „wie trainierte Affen vor den aufgeklappten Rechnern“ saßen. Er sagt heute, er habe Nachwuchskräfte erlebt, die „ihre eigene Beschränktheit für rational halten“. Was fehlt ihnen deshalb? Bildung!!! Denn „gegen Information hilft nur Bildung“, sagt der ehemalige Präsident der Max Planck-Gesellschaft, der Humanbiologe Hubert Markl.

    Die Bildungsidee Wilhelm vom Humboldts

    Wilhelm von Humboldt hat in seinem Bildungskonzept (nach den Schriften Schillers für den Fürsten von Augustenburg über die Erziehung des Menschengeschlechts – Schillers ästhetische Revolution, in der Schönheit vor Freiheit geht) vorgesehen, den ganzen Menschen zu bilden: Verstand, Gefühl, Fantasie, die Verknüpfung des Ichs mit der Welt und, vor allem, humanistische Bildung von der Ausbildung für Beruf oder Funktion in der Gesellschaft klar zu trennen: Erst wenn der Mensch Allgemeinbildung (Individualität, Selbstvervollkommnung) erfahren hat, wird er für einen Beruf oder eine gesellschaftliche Funktion ausgebildet. „Bildung sei eben mehr als Wissen“, so der Kölner Literaturwissenschaftler Wilhelm Voßkamp. „Menschen bilden, nicht Sklaven eines bestimmten Berufs oder Marionetten einer bestimmten Konfession“, das ist das Ziel der Bildung nach Wilhelm von Humboldt. Gegen staatliche Regulierung des Bildungsprogramms hatte er deshalb starke Bedenken ( „Ideen zu einem Versuch, die Grenzen der Wirksamkeit des Staates zu bestimmen“ (1792): scholè = Schule = Freizeit, die jeder für sich selbst nutzen sollte, und nicht staatlich gegängelt, weil im eigenen persönlichen Interesse liegend. Und was sagt die Politik dazu: Humboldt sei tot (Position der CDU- einer Wirtschaftspartei, die auch noch Christus im Namen führt), traurig, nicht wahr? Warum? Siehe unten!

    Die gescheiterte Aufklärung

    Das alles ist nach von Humboldts Tod (1835) von der Walze des preußischen Bildungsbulldozzers des „aufgeklärten Absolutismus“ platt gewalzt worden. Dieses Land hat es mit zwei entsetzlichen Weltkatastrophen bezahlt und auch andere mit rein gerissen. Schiller hat es um 1800 bereits geahnt: Mit dem heiseren Schrei nach Freiheit wird man den Gürtel der Scham zerreissen, steht im „Spaziergang“. So ist es auch gekommen: Die Aufklärung ist gerade dort gescheitert, wo sie begonnen hat. Und vor der Kulisse des totalen Zusammenbruchs jeder Kultur schreiben Horkheimer/ Adorno in der „Dialektik der Aufklärung“ 1945: „Seit je hat Aufklärung im umfassenden Sinn fortschreitenden Denkens das Ziel verfolgt, von den Menschen die Furcht zu nehmen und sie als Herren einzusetzen. Aber die vollends aufgeklärte Erde strahlt im Zeichen triumphalen Unheils“. Hitler war kein Zufall, verrät der Historiker Heinrich August Winkler dem Bundestag, aber erst 2015; Sondern ein drastisches Problem mangelnder Breitenbildung durch alle gesellschaftlichen Schichten, das auch heute noch schwelt. Die von Schiller geforderte „ästhetische Revolution“ blieb aus. Und so müssen wir heute noch mit der Frage, die er kurz vor seinem Tode gestellt hat, leben: Warum sind wir immer noch Barbaren?

    Ja, Warum?

    Heute ist vor allem die Wirtschaft, die in dieser „Parteiendemokratie“, wie sie die Soziologen verschämt nennen, die Gesetzgebung vorbehaltlos bestimmt (Stichwort: Lobbyismus), gegen jede Reform des Bildungswesens aus der einfachen Erkenntnis: Dumm vermarktet sich besser. Und die Handlanger der Wirtschaft werden über Parteilisten in die Institutionen des Staates (Legislativen, Administrativen und Jurisdiktion) gebracht und ermöglichen die klassische imperial-kapitalistische Arbeitsteilung zwischen Politik und Wirtschaft: Halt du sie dumm, ich halt sie arm!!! Und das sieht so aus: Die Nation liegt bei Steuern und Abgaben in der Spitzengruppe und bei Bildungsausgaben am untersten Rand – weltweit, Und gerade die, die die Steuern und Abgaben aufbringen müssen, erhalten die wenigste Unterstützung für ihre persönliche Bildungsplanung, deshalb gilt heute: Der Satz, den Cicero vor 2000 Jahren in die Welt rief: Cultura autem animi philosophia est – wird heute hier so gelesen: Kultur sei Pflege der Geistlosigkeit im Interesse der Rendite: Der volle Einkaufswagen bei ALDI – Symbol deutscher Lei(d)tKultur. Traurig aber wahr.

  11. Prof. Pprecht ist wirklich ein
    bemerkenswertes Genie wir brauchen mehr Menschen mit einem solchen
    Bewusstsein und einem solchen Feingefühl !

    ich wusste es immer die Philosophie ist
    der Schlüssel für eine bessere Politik und ein besseres Miteinander
    auch innerhalb der Politik! Das ist wesentlich besser als die
    Streitkultur die Politiker sonst an den Tag legen, vor allem aber ist
    das philosohische Gespräch auf Augenhöhe ohne rethorische
    Kriegsführung die kein normalsterblicher versteht. viel konstruktiever. Vielleicht ist das derBeginn einer neuen Form der politischen Diskussion

  12. Nur mal Erwähnt.

    Ich finde beide ganz toll, aber David sollte davon absehen, immer die selben Sachen reinzuwerfen, wie die Goldene Bulle, zu welcher Wortgruppe Manche gehört, Mohlmasse usw.
    Das ist zu auffällig und langweilt

  13. Auf Glaserde interessieren wir uns für unseren Planeten, seine Zukunft und vor allem für die Zukunft der Menschen die darauf leben.

    Im Gegensatz zu vielen anderen Foren und Sozialen Netzen sind wir nicht an Streit und Konfrontation interessiert. Die toxischer Rhetorik und affektive Polarisierung unserer Tage ist uns zutiefst zuwider, da sie auf allen Positionen grundgleiche faschistoide Züge zeigt, was die Positionen letztendlich völlig ununterscheidbar macht. Das ist nicht in unserem Interesse!

    Auf unserer Fahne steht "Utopie" und "Imagination".
    Wir wollen mit nichts und niemandem abrechnen. Wir befinden uns nicht im Krieg gegen andere, sondern gegen uns selbst. Darum möchten wir Ihre und unsere Aufmerksamkeit und Vorstellungskraft auf die erstrebenswerten Ziele der Zukunft lenken. Kompetenz und Phantasie sind unverzichtbare Voraussetzung für die Entwicklung der Vision einer lebenswerten Zukunft.

    Sind Sie ein informierter, kritischer und kreativer Geist?
    Dann ist Glaserde der Ort, an dem Sie Gleichgesinnte treffen.
    Diskutieren Sie mit uns die kulturellen, politischen und philosophische Fragen der Zeit auf andere Weise.

    Glaserde ist ein Soziales Netz, mit ähnlichen Funktionen wie Facebook.
    Im Gegensatz zu Facebook ist es aber inhaltlich nicht beliebig, sondern (siehe oben) Themen-orientiert.

    http://Www.glaserdé.de

  14. Es ist schon erstaunlich, wie groß die Diskrepanz zwischen akteller Diskussionen und dem Leben an Schulen ist.
    Was nicht erwähnt wird und doch gewaltig zu buche schlägt, ist wie schell klar wird, warum Bildung in Deutschland maßgeblich von der Familie abhängt…

  15. Precht vereinfacht und beschneidet den Bildungsbegriff in seinen Dimensionen unsäglich! Ich kann den Hype um diesen sogenannten "Philosophen" nicht verstehen. mag sein dass seine Analysen gut sind, die Lösungsvorschläge ( erzwungenes, soziales Jahr für Rentner oder Schulen à la Modell Hogwards mit konkurrierenden "Häusern) sind so dermaßen lächerlich….

  16. Ich kann Peter Bieris Schrift (oder Hörbuch) empfehlen "Wie wäre es gebildet zu sein?"
    Darin klärt er einleitend wo der Unterschied zwischen Ausbildung und Bildung besteht: "Eine Ausbildung durchlaufen wir mit dem Ziel, etwas zu können. Wenn wir uns dagegen bilden, arbeiten wir daran, etwas zu werden […]"

  17. die beiden herren, gehen auf ein thema ein, dessen überlegungen bereits von montessori, r. steiner, j. dewey, usw..angegangen wurden. allesamt privatschulen, die zwischen 20 und 50 % privat von eltern mit finanziert werden müssen. ca.95% sind staatl. schulen nur ca. 5% der anteil privat. der staat hat wenig bis kein interesse daran, andere schulformen zu 100%, zu finanzieren, wie beispielsweise in holland. solange sich die meisten eltern zu wenig für reformen interessieren, oder überhaupt für notwendig halten, wird sich daran wohl kaum etwas ändern. allein deshalb sind solche sendungen so wertvoll und wichtig, die meisten eltern wissen doch nicht einmal was "träges wissen" überhaupt ist", oder die zusammhänge wie die alt hergebrachten lehrpläne gestrickt sind, die im wesentlichen die interessen als selektionsfunktion, für die industrie umgesetzt werden. woher auch? die meisten eltern haben es selbst nicht anders gelernt. es geht nicht um mündigkeit und echte menschenkundliche bildung sondern, um selektion, wer am meisten leistungfähig ist und die besten elterlichen rahmenbedingungen hat, um als akademiker für die industrie/ öffentl. dienst, usw..,geadelt zu werden. leistungsfähigkeit ist in wahrheit nur EINE fähigkeit bei menschen, er kann viel mehr…bitte hier um forumsdisziplin und differenzierte meinungen, anstelle von persönlichen frustbekundungen, danke.

  18. „Agape: Wahre Liebe ist eine Partnerschaft, an die sich zwei Menschen, die einander viel bedeuten, aufrichtig gebunden fühlen. Diese Menschen teilen viele grundsätzlichen Werte, Interessen und Ziele und tolerieren bereitwillig die individuellen Verschiedenheiten des anderen. Die Stärke der Liebe bemißt sich am Grad des gegenseitigen Vertrauens und Respekts. Die Beziehung erlaubt beiden, in allen Bereichen des Lebens selbstbewußter, kreativer und produktiver zu sein. Erfahrungen, die sie miteinander teilen, sind für sie eine Quelle der Freude – die gemeinsamen Erinnerungen, das gegenwärtige Leben, die Zeit, die vor ihnen liegt. Für jeden der Partner ist der andere der liebste und wichtigste Freund/ die liebste und wichtigste Freundin. Ein weiterer Maßstab für die Stärke der Liebe ist die Bereitschaft, sich selbst gegenüber ehrlich zu sein, damit die Beziehung wachsen kann und an Nähe gewinnt. Zu wahrer Liebe gehören Empfindungen von Klarheit, Sicherheit, tiefer Zuneigung, Verständnis, Kameradschaft, gegenseitiger Unterstützung und Wohlbehagen.“ Quelle: Robin Norwood "Wenn Frauen zu sehr lieben".

  19. du hast interessen
    das kind hat interessen
    ohne diktat bitte

    prinzipiell gibt es also in der individuellen hinsicht keine unterschiede was das wesentliche anbelangt
    nur dass das eine wesen eher angewohnt ist was das irdische angeht
    und das andere wesen frisch aus dem äther kommt, aus dem kerne allen seins
    (kinder sind unsere spirituellen meister)

    runtergebrochen geht es einfach darum miteinander gemeinsam zu leben und glücklich zu sein, sich auszutauschen und so weiter und so fort

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