Bedingungsloses Grundeinkommen – Zukunftskonzept oder Ende des Sozialstaats?

Es geht in wenigen Minuten los. Wir diskutieren mit Robert Habeck (Vorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn (ISÖ), Dr.

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14 thoughts on “Bedingungsloses Grundeinkommen – Zukunftskonzept oder Ende des Sozialstaats?

  1. Auch "Giffey will Bufdis mehr Geld geben" und damit mehr Anreize statt Zwang schaffen… https://www.mdr.de/nachrichten/politik/inland/giffey-freiwilligendienst-geld-100.html Die BFD-Zeiträume sollte man dann auch freiwillig verlängerbar machen und ALG2-Empfänger in der Zeit sanktionsfrei schalten. Das ergibt dann schliesslich auch eine Art solidarisches Bürgergeld. Damit liesse sich nämlich die "öffentliche Dienstleistungspflicht" sinnvoll konstruktiv umsetzen: http://www.rechtslexikon.net/d/dienstleistungspflichten/dienstleistungspflichten.htm.

  2. Kennt eigentlich jemand den Artikel 22 der Menschenrechtserklärung?
    Artikel 22 (Recht auf soziale Sicherheit)
    Jeder hat als Mitglied der Gesellschaft das Recht auf soziale Sicherheit und Anspruch darauf, durch innerstaatliche Maßnahmen und internationale Zusammenarbeit sowie unter Berücksichtigung der Organisation und der Mittel jedes Staates in den Genuss der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte zu gelangen, die für seine Würde und die freie Entwicklung seiner Persönlichkeit unentbehrlich sind.
    …Würde und die freie Entwicklung seiner Persönlichkeit… hahahahahaha

  3. Bei allen Argumenten gegen das bedingungslose Grundeinkommen steht letztlich die Angst vor Machtverlust der Eliten im Vordergrund. Findet ihr nicht? Der Gewerkschafter, der Politiker, der Arbeitgeber, alle haben die Hosen voll vor dem starken Einzelnen, der sich nicht mehr einlullen und versklaven lässt und auf einmal Eigeninitiative ergreift. Beim BGE geht's nicht um mehr Geld, sondern um Ermächtigung jedes Einzelnen, das zu tun, was für ihn und die Gesellschaft mehr Sinn macht…

  4. Sehr gut ist H.Habeck, ebenfalls gut H.Srengmann-Kuhn. Der Typ von der Gewerkschaft, H.Lindemann, hat so viel Blödsinn erzählt, eigentlich müsste ich ihn anzeigen wegen "Verschwendung meiner Lebenszeit"

  5. Zuverdienstmöglichkeiten für Hartz IV-Empfänger kosten dem Staat nichts, sondern, wenn die zusätzlichen Einkommen versteuert werden, würde der Staat sogar dran verdienen, lieber Wolfgang Strengmann-Kuhn! Um so unverständlicher ist der gegenwärtige Zustand. Ist die Demütigung vieler Menschen vielleicht nicht nur ein Systemfehler, sondern volle Absicht gewesen? Aber ein dickes Danke für Dein Engagement fürs BGE!

  6. Zu Start-Ups: hier in der ländlichen Gegend habe ich die dichtgemachten Tante-Emma-Läden, schmieden, Cafés, Töpfereien, die in den letzten Jahren dicht gemacht haben, besucht. Alle haben gesagt: mit einem Grundeinkommen im Rücken hätten sie weitergemacht.

  7. Ein wirkliches "Recht auf Arbeit" kann es nur geben, wenn man ohne große Nachteile auch Nein sagen kann. Das meint aber nicht nur eine "Stillegungsaktion" Sabbatjahr, Herr Lindemann.

  8. 1:31:27 Oh Mann, es ist doch schon x Mal getestet worden. Es ist in etwa absehbar, was passieren wird.

    Zusätzlich besitzen wir ein breites Wissen über Auswirkungen auf die Psyche und was für positive Kooperation und das Wecken intrinsicher Motivation Voraussetzungen darstellt oder förderlich sein dürfte.

    Zudem wäre es nicht in Stein gemeißelt und wir könnten darauf einwirken. Und viele tiefgreifende gesellschaftliche Umbrüche ähnlicher Art ja auch nicht vorher experimentell getestet wurden…

  9. Wenn wirklich Arbeit im Mittelpunkt des Sozialstaates stehen würde, würde man Arbeit nicht mit 90 Prozent Abzug für ALG2-Bezieher bestrafen / sinnlos machen. Genau da geht nämlich die Würde flöten.

  10. Dr. Kai Lindemann kam bei mir rüber, wie ein Schwätzer vorm Herrn. Wobei sein "Herr", sprich Brotgeber, die Gewerkschaft ist.
    Die Gewerkschaft, die seit Jahren nicht wirklich etwas gegen prekäre Beschäftigung hat ausrichten können, die schwindende Mitgliederzahlen aufweist, die zunehmend ihre Daseinsberechtigung verliert, weil sie, die sich ausweitende nichttarifgebundene Beschäftigung nicht verhindern kann.

    Ein bedingungsloses Grundeinkommen wird die Daseinsberechtigung der Gewerkschaften noch viel schneller schrumpfen lassen, wie es jetzt schon geschieht. Deshalb wundert mich die Kontra-Position der Gewerkschaft zum BGE überhaupt nicht, genauso wenig, wie das weitgehend inhaltslose Geschwafel von Herrn Dr. Lindemann.

    Dagegen überzeugte mich Dr. Robert Habeck und Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn durch sachlich, fundierte Beiträge sehr.

    War ich früher kein Wähler der Grünen, so sind die Grünen derzeit die einzige Partei, die meine Probleme am ehesten mit Ihrem Programm anspricht und der ich zutraue , dass sie dieses auch versuchen werden umzusetzen.

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