Bedingungsloses Grundeinkommen wegen Corona-Armut?

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7 thoughts on “Bedingungsloses Grundeinkommen wegen Corona-Armut?

  1. "Da das »bedingungslose Grundeinkommen« allerdings aus den Steuern der produktiv Arbeitenden finanziert werden muss, macht es die produktive Arbeit in dem gleichen Maße unattraktiv, wie es nicht-gewerbliche Tätigkeiten attraktiv macht. Das Grundeinkommen muss also entweder so un­attraktiv niedrig sein, dass diejenigen, die darüber hinaus nichts verdienen, in drückender Armut bleiben, oder es wird ein ständiger Zustrom an Personen stattfinden, die von der gewerblichen Arbeit Abstand nehmen, also ausschließlich vom Grundeinkommen leben. Die Zunahme derjenigen, die über das Grundeinkommen hinaus kein Einkommen durch gewerbliche Arbeit erzielen und mit den Steuern die Kassen des Verteilungsstaats füllen, führt notwendig zu höheren Lasten, sprich Steuern, auf der gewerblichen Arbeit. Somit wird sie immer unattraktiver. Am Ende dieser Entwicklung steht dann entweder die »Unfinanzierbarkeit« des Grundeinkommens oder ein genereller staatlicher Arbeitszwang, es sei denn, es gäbe eine allgemein verbreitete, bedingungslose Konsum- und Arbeitsgeilheit, sodass bloß wenige sich bedingungslos mit dem Grundeinkommen zufriedengeben. Bedingungslos kann kein (Grund-) Einkommen sein; die Bedingung ist stets, dass es erwirtschaftet wird. Wenn nicht von dem Bezieher selber, so von jemand anderem, dem man ein Teil des Mehrwerts enteignet. Das einzig Bedingungslose am »bedingungslosen Grundeinkommen« ist also die gewaltsame Enteignung der Produzenten, um’s zu finanzieren. Der Anti-Kapitalismus macht glücklich, solange es einen funktionierenden Kapitalismus noch gibt. Die Versprechen der Anti-Kapitalisten sind so viel wert wie die Fata Morgana einer Oase für den Verdurstenden." (Politik macht Ohnmacht, S. 286f. http://editiongpunkt.de/publikationen/theorie-108/.)

  2. Würde dir sehr raten, statt irgendwelchen VWL Quatsch über Anreize mal Marx zu lesen. Würde wahrscheinlich viele deiner Denkfehler beheben. Aber diese Kombination aus neoliberaler Wirtschaftstheorie und Verschwörungsquatsch ist schon auf eine besondere Art dumm. Du bist halt viel mehr in Ideologien verstrickt, die du kein bisschen checkst und dabei so viel konformistischer, als du glaubst, weswegen bei deinen teilweise richtigen Ansätzen am Ende immer völliger Schwachsinn rauskommt. Du bist nicht irgendwas am besonders toll durchschauen, sondern du bist besonders arg in Ideologien gefangen, weshalb du dir alles nur als Verschwörung erklären kannst. Aber was ich mich frage, wie kommen so Leute wie du immer zu der grandiosen Selbstüberschätzung, dass sie irgendwas durchblicken, was Generationen kritischer Denkerinnen und Denker von Marx über die Frankfurter Schule, Gramsci, Althusser, die neue Marxlektüre, Robert Kurz und sein Anhang etc. bis zu gegenwärtigen Ansätzen der Kulturtheorie oder Leuten wie Stephan Lessenich, Oliver Nachtwey usw. nicht doch vielleicht viel besser durchblicken? Liegt es am Ende doch daran, dass dieser Glaube in einer kleinen Internetcommunity die einzige Wahrheit zu besitzen, vor allem mit Narzissmus zu tun hat (Freud und an ihn anschließend kritische Sozialpsychologie würde ich dir auch sehr ans Herz legen).

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